AFG verkauft chinesische STI-Tochter an Edgar Oehler

Edgar Oehler

Edgar Oehler, Inhaber FFG Finanzierungs- und Factorings AG.

Arbon – Der Bauausrüster AFG Arbonia-Forster trennt sich von seiner chinesischen Oberflächentechnologie-Sparte. Die zur STI Surface Technologies gehörende STI Precision Machining mit Sitz in Changshu wird an die FFG Finanzierungs- und Factorings AG von Edgar Oehler verkauft, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Über den Kaufpreis, den AFG-Aktionär Oehler in Aktien begleichen wird, wurde Stillschweigen vereinbart. Der Kaufpreis entspreche aber der Bewertung von zwei unabhängigen, vom Verwaltungsrat veranlassten Gutachten, heisst es. Die Transaktion werde keinen zusätzlichen Wertberichtigungsbedarf auslösen, betont AFG. Damit seien die bestmöglichen Voraussetzungen für den angekündigten und eingeleiteten Verkauf der STI-Gruppe geschaffen.

Der Käufer übernimmt den Angaben zufolge verschiedene Verbindlichkeiten. Dazu zählen insbesondere bestehende Lieferverpflichtungen und Verpflichtungen gegenüber den chinesischen Behörden bezüglich der Weiterentwicklung des Standortes. Auch laufende rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit dem Bau der Produktionsanlagen in Changshu würden von der FFG übernommen, heisst es.

STI steht seit Februar zuzm Verkauf
Im Februar hatte AFG bei der STI-Gruppe für 2013 einen Abschreiber von rund 64 Mio CHF vorgenommen und die Verkaufsabsicht für die Sparte bekanntgegeben. Der Neubau für die STI-Tochter in Changshu hat gemäss früheren Angaben 10 Mio gekostet.

Der frühere Verwaltungsratspräsident und Unternehmenschef Oehler, der im April altersbedingt aus dem AFG-Verwaltungsrat ausgeschieden ist, hält zusammen mit seiner Frau Marianne 18,42% an AFG (per Ende 2013). Er war für die chinesische STI-Tochter bereits 2013 operativ tätig. Für die interimistische Führung der Sparte hatte er laut Geschäftsbericht 430’000 CHF erhalten, weitere 124’000 CHF für ein Mandat im Zusammenhang mit den Bauarbeiten der dortigen Fabrik.

Aktie stabil
Der Verkauf mache aufgrund des nach den Abschreibungen verringerten Wertes der Sparte keine Neubewertung nötig, schreibt die Bank Vontobel dazu. Der Verkauf der anderer ausländischer Teile von STI könnte jedoch zu Gewinnen führen, während die Produktion in der Schweiz mit Unsicherheiten belastet sei. Die AFG-Aktien notieren derzeit unverändert. (awp/mc/upd/ps)

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