AFG hält Umsatz in 2013 trotz Konzernumbau stabil

Daniel Frutig

Daniel Frutig, CEO AFG Arbonia-Forster-Holding AG (Foto: AFG)

Arbon – Die AFG Arbonia Forster Holding (AFG) hat im Geschäftsjahr 2013 trotz des laufenden Konzernumbaus nur einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet. In dem neu strukturierten Kerngeschäft mit den Divisionen Gebäudetechnik, -hülle und -sicherheit wurde währungs- und akquisitionsbereinigt ein leichtes Wachstum verbucht. Der Gesamt-Nettoumsatz erreichte 1’285,5 Mio CHF oder 0,3% weniger als im Vorjahr. Währungs- und akquisitionsbereinigt resultierte ein Rückgang um 0,2%, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

In dem neu definierten Kerngeschäft mit den drei Division Gebäudehülle, Gebäudetechnik und Gebäudesicherheit resultierte ein Plus von 9,2%, das auch durch Zukäufe getrieben war. Bereinigt wird noch ein leichter Anstieg um 0,3% ausgewiesen.

Die Umsatzentwicklung sei angesichts der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage in den meisten europäischen Ländern zufriedenstellend, heisst es weiter. Zudem habe der Druck auf Preise und Margen durch ausländische Billigimporte angehalten und die Transformation des Unternehmens habe zu einem hohen Aufwand geführt. Parallel zum Umbau sei der Ausbau zum führenden Bauausrüster für Hülle und Raum eingeleitet worden.

Verschärfte Wettbewerbssituation im Kunststofffenster-Markt
Nach der bisherigen Unternehmensstruktur betrachtet verbuchte die Division Fenster und Türen bereinigt ein Wachstum um 2,2%. Der Schweizer Kunststofffenster-Markt sei von einer dramatischen Verschärfung der Wettbewerbssituation betroffen gewesen und die Märkte in Tschechien und in der Slowakei hätten sich weiter negativ entwickelt, heisst es weiter. Trotzdem sei es gelungen, die Marktanteile zu halten bzw. zu erhöhen.

Heiztechnik und Sanitär verbuchte bereinigt ein Minus von 2,1%. Hier hätten sich der lange Winter sowie limitierte Kapazitäten im Handwerk negativ ausgewirkt, schreibt AFG. Konjunkturelle Rahmenbedingungen hätten andere europäische Märkte belastet, Russland und China hätten sich dagegen erfreulich entwickelt.

Wachstum im Bereich Stahltechnik
Die Sparte Stahltechnik wuchs bereinigt um 3,9%. Dies sei vor allem auf eine positive Entwicklung in der Schweiz sowie einen höherwertigen Produktemix zurückzuführen. Die nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Division Oberflächentechnologie musste ein bereinigtes Umsatzminus um 0,5% hinnehmen. Der Rückgang im Bereich Print in Europa konnte durch Fortschritte in China und Frankreich nur zum Teil kompensiert werden, so das Unternehmen weiter.

In der vergangenen Woche hatte AFG den Verkauf der Küchensparte mit den Marken Piatti und Arbonia Forster Stahlküchen an die deutsche Alno bekanntgegeben. Diese Sparte musste einen Umsatzrückgang von 2,8% hinnehmen. Als Gründe werden der scharfe europäische Wettbewerb, Billigimporte sowie Auslieferungsprobleme bei Forster genannt. AFG hatte sich im Rahmen des Konzernumbaus von Warendorf Küchen (Jan 2013), Forster Kühltechnik (März 2013) und Präzisionsstahlrohre (August 2013) getrennt. Im Februar wurde der polnische Fensterhersteller Dobroplast übernommen.

Das detaillierte Jahresergebnis wird am 4. März veröffentlicht. Angaben zur Gewinnerwartung oder eine Prognose für das laufende Jahr machte das Unternehmen keine. (awp/mc/pg)

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