Alpiq steigert in Q1 Betriebsergebnis und Gewinn

Alpiq
(Copyright: Alpiq)

(Foto: Alpiq)

Neuenburg – Der Energiekonzern Alpiq hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013 die Auswirkungen des Devestitionsprogramms zu spüren bekommen. So wurde weniger Umsatz erzielt, auf Gewinnstufe konnten aber die Vorjahresresultate zum Teil deutlich übertroffen werden. Für das laufende Geschäftsjahr stellt Alpiq ein tieferes operatives Ergebnis als im Vorjahr in Aussicht.

Der Umsatz sank infolge bereits realisierter Veräusserungen und Schliessungen im Rahmen des Devestitionsprogramms um 29% auf 2,4 Mrd CHF. Das Betriebsergebnis EBIT stieg dagegen um 55% auf 163 Mio, wie Alpiq am Donnerstag mitteilt. Auf Stufe Reingewinn resultierte mit 65 Mio knapp 44% mehr als im Vorjahreszeitraum. Dieses Resultat sei umso befriedigender, als dass es nach der Übertragung der Anlagen an Swissgrid nicht mehr den Netzerlös enthalte, so Alpiq. Zudem wurde der EBIT von den Ende 2012 durchgeführten Wertberichtigungen positiv beeinflusst.

Damit hat Alpiq die Erwartungen der ZKB beim Umsatz zwar deutlich verfehlt, beim EBIT aber übertroffen und beim Gewinn eine Punktlandung hingelegt.

Nettoverschuldung sinkt um 500 Mio Franken
Bei der Nettoverschuldung (per 31. März 2013) wirkten sich die Einnahmen aus Devestitionen, wie beispielsweise die Verkäufe der Anteile an Romande Energie und Repower, positiv aus: Die Kennzahl ging gegenüber dem 31. Dezember 2012 um rund 0,5 Mrd CHF auf 3,5 Mrd zurück. Das Restrukturierungs- und Devestitionsprogramm will Alpiq fortführen.

Schweizer Hauptaktionäre schiessen 367 Mio Franken ein
Alpiq kündigte nach einem Milliardenverlust im vergangenen Jahr die Aufnahme eines Darlehens in der Grössenordnung von 800 Mio bis 1 Mrd CHF an. Nun wurden Details der Finanzspritze veröffentlicht. Gemäss dem Communiqué vom Donnerstag haben die Schweizer Hauptaktionäre ein Hybriddarlehen im Umfang von 367 Mio CHF gezeichnet. Weiteres Geld will sich Alpiq über eine Anleihe am Markt beschaffen.

Operatives Ergebnis 2013 unter Vorjahr erwartet
Alpiq-Chefin Jasmin Staiblin sprach in der Mitteilung von einem «soliden Ergebnis». Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern dennoch mit einer weiteren Verschlechterung des operativen Ergebnisses, das schon 2012 unter dem Vorjahr gelegen hatte.

Als Grund führt das Unternehmen die bereits erfolgten und die laufenden Verkäufe von Aktivitäten im Rahmen des Devestitionsprogramms sowie die aus den strukturellen Veränderungen in den Energiemärkten resultierenden Preisanpassungen sowie unterschiedliche regulatorische Entwicklungen an. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.