Also steigert Umsatz in H1 auf über 3 Mrd Franken

Gustvao Möller-Hergt
CEO Also-Actebis (Foto: Also-Actebis)

Also-CEO Gustvao Möller-Hergt. (Foto: Also)

Hergiswil – Der IT-Logistiker Also hat im ersten Semester 2013 vor allem dank der guten Nachfrageentwicklung in Zentraleuropa einen Umsatzanstieg verbucht. Betriebs- und Konzerngewinn waren jedoch rückläufig. Belastet wurde das Ergebnis durch die Restrukturierung in Finnland und die schwächere Konjunkturentwicklung in der Region Nord- und Osteuropa.

Der Nettoerlös wuchs verglichen mit der Vorjahresperiode um 6,0% auf 3,04 Mrd EUR, wie Also mitteilte. Demgegenüber sank der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA um 8,7% auf 44,8 Mio EUR und auf Stufe EBIT um 13% auf 31,9 Mio. Der Konzerngewinn wurde durch Restrukturierungskosten in Finnland in Höhe von 1,4 Mio belastet und lag 18% tiefer bei 16,3 Mio EUR.

Nord-/Osteuropa mit Verlust – Restrukturierung in Finnland
Das erste Halbjahr liege umsatzmässig im Rahmen der Erwartungen und ergebnismässig unter Vorjahresniveau, schreibt das Unternehmen weiter. Grund sei die schwächere Konjunkturentwicklung in der Region Nord-/Osteuropa gewesen. Hier betrug der Umsatzrückgang 6% auf 759,7 Mio EUR, was vor allem durch den hohen Detailhandelsanteil bedingt gewesen sei. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) wies mit -1,4 Mio einen Verlust aus, nach einem Gewinn von 7,2 Mio im ersten Halbjahr des Vorjahres. In Finnland wurden sowohl bei den Personal- als auch bei den Sachkosten die Strukturen an das verringerte Geschäftsvolumen angepasst und die Zahl der Mitarbeitenden um 75 reduziert, wie es weiter heisst.

Das Marktsegment Zentraleuropa habe jedoch die Rückgänge in Nord-/Osteuropa ausgleichen können. Der Umsatz wuchs um 11% auf 2,28 Mrd EUR und das EBT um 31% auf 27,9 Mio. Hier habe auch die weiterhin starke Nachfrage bei Smartphones und Tablets zur Ergebnissteigerung beigetragen, so das Unternehmen.

Stark rückläufiger IT-Markt in der Schweiz, Deutschland und Finnland
Der IT-Markt insgesamt sei in den für Also relevanten Märkten wertmässig um 4% gesunken. Während sich Österreich und Frankreich leicht positiv entwickelten, war der Markt in der Schweiz, in Deutschland und insbesondere in Finnland stark rückläufig.

Leicht tieferer Gewinn erwartet
Man habe die Restrukturierungsmassnahmen in Finnland früh eingeleitet und fokussiere sich auf das Finanzmanagement, heiss es weiter. Zudem werde mit einem durch das Weihnachtsgeschäft starken vierten Quartal gerechnet. Für das Gesamtjahr erwartet Also auf dieser Grundlage ein Gesamtergebnis leicht unter Vorjahresniveau und strebt für das Geschäftsjahr 2013 ein EBITDA von 100 bis 110 Mio EUR an. Dies sollte einem Konzerngewinn von 38 bis 45 Mio entsprechen.

Das Unternehmen hat die Ergebnisse der Vorjahre aufgrund der Bilanzierung nach IAS 19 revidiert. Dabei ergaben sich insbesondere Veränderungen durch die Berechnung der Leistungen an Arbeitnehmer. (awp/mc/pg)

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