Aluflexpack wächst im ersten Halbjahr kräftig

Aluflexpack
Aluflexpack-Werk im kroatischen Zadar. (Bild: PD)

Reinach – Der Börsenneuling Aluflexpack ist im laufenden Geschäftsjahr 2019 gut unterwegs. So stieg der Umsatz deutlich an und auch die operative Marge vor Einmaleffekten lag über dem Vorjahr. Aufgrund von Sonderposten resultierten unter dem Strich allerdings rote Zahlen. An der Börse kommen die Zahlen aber insgesamt gut an.

Konkret wuchs der Nettoumsatz um fast 19 Prozent auf 101,3 Millionen Euro. Unter Ausklammerung der im September 2018 übernommenen türkischen Gesellschaft Arimpeks lag das organische Wachstum bei 10,6 Prozent. Die Nachfrage habe sich in allen Endmärkten, aber insbesondere bei Kaffee und Tee, Pharma sowie Tiernahrung gut entwickelt, teilte das auf aluminiumbasierte Verpackungslösungen spezialisierte Unternehmen am Montag mit.

Bereinigt um Einmaleffekte erhöhte sich der Betriebsgewinn um mehr als 25 Prozent auf rund 14 Millionen Euro. Die entsprechende EBITDA-Marge erreichte 13,8 Prozent, nach 13,1 Prozent in der Vorjahresperiode. Das Unternehmen führt die Verbesserung der Profitabilität auf einen vorteilhaften Produkte-Mix und Effizienzgewinne zurück.

Sondereffekte belasten Ergebnis
Unter dem Strich resultierte im ersten Semester ein Verlust von 7,9 Millionen Euro, nach einem kleinen Gewinn von 0,4 Millionen in der Vorjahresperiode. So fielen einerseits im Zusammenhang mit dem Börsengang Kosten in Höhe von 8,7 Millionen Euro an, wovon 6,2 Millionen aus Kapitalreserven gedeckt wurden. Andererseits gewährte der Hauptaktionär Montana Tech dem Management einen Bonus von in Höhe von 8 Millionen Euro, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist.

Ausserdem investierte das Unternehmen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 rund 17 Millionen Euro, hauptsächlich in den Kapazitätsausbau im kroatischen Umag. Die Erlöse aus dem Börsengang sollen für einen weiteren Ausbau der Kapazitäten sowie für ergänzende Akquisitionen eingesetzt werden, heisst es.

Aktie steigt
Für das Gesamtjahr geht das Management von einer Steigerung des Umsatzes auf 200 bis 210 Millionen Euro aus. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 192 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge vor Einmaleffekten soll dabei „im Rahmen“ des ersten Halbjahrs 2019 zu liegen kommen.

An der Börse werden die heutigen Zahlen positiv aufgenommen. Um 10 Uhr gewinnen die Aktien in einem festeren Gesamtmarkt 2,4 Prozent auf 21,10 Franken dazu. Die ZKB spricht in einem ersten Kommentar von einem erfreulichen organischen Wachstum, das aufgrund des starken Kundenportfolios weiter anhalten dürfte. Demgegenüber seien die Sonderbelastungen höher ausgefallen als bislang erwartet und die Schätzungen würden entsprechend angepasst, schreibt der zuständige Experte. (awp/mc/ps)

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