Anzahl offener Stellen auf dem Rekordniveau von 2014

Arbeitslosigkeit
(Foto: Pixabay)

Zürich – Im 1. Quartal des Jahres 2018 haben Schweizer Unternehmen 4 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als noch vor einem Jahr. Dies zeigt der Adecco Group Swiss Job Market Index des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich. Der Anstieg wird vor allem von einem starken Wachstum in der Genferseeregion getragen, während sich die anderen Regionen grösstenteils auf hohem Niveau stabilisieren. Die über die letzten Quartale beobachtete Zunahme in den Informatikberufen setzt sich fort.

Der Adecco Group Swiss Job Market Index liegt im ersten Quartal 2018 um 4 Prozent höher als noch im Frühling des letzten Jahres. Im Vergleich zum letzten Quartal verharrt er auf hohem Niveau (+1%). Saisonbereinigt sinkt der Index gegenüber dem letzten Quartal jedoch leicht, da dieses aussergewöhnlich stark war. Insgesamt begünstigt die gute konjunkturelle Entwicklung in der Schweiz die Zahl der Stellenausschreibungen.

Genferseeregion legt stark zu
Überdurchschnittlich stark wächst die Zahl der Stellenausschreibungen in der Genferseeregion. Im ersten Quartal 2018 schalten die Unternehmen in dieser Region 27 Prozent mehr Stellenanzeigen als noch im ersten Quartal des Vorjahres. In fast allen anderen Regionen zeigt sich im Vergleich zum ersten Quartal 2017 eine auf hohem Niveau stabile Anzahl der Stellenanzeigen. In der Zentralschweiz (+2%), im Espace Mittelland (+1%), im Grossraum Zürich (-1%) und in der Ostschweiz (-3%) sind nur marginale Veränderungen festzustellen. In der Nordwestschweiz nimmt die Zahl der Stellenanzeigen ab (-6%).

Im Vergleich zum entsprechenden Quartal im Vorjahr steigt in der Genferseeregion die Nachfrage in den Berufen der Technik und der Informatik besonders stark (+44%). Allerdings verzeichnen auch die anderen Berufsgruppen einen bemerkenswerten Anstieg an Stellenanzeigen. Die Berufsgruppen Industrie und Bau (+40%), persönliche und soziale Dienstleistungen (+35%) und Unternehmensdienstleistungen (+17%) steigen allesamt wesentlich.

Im Gegensatz zur Genferseeregion ist in der Nordwestschweiz ein leichter Rückgang der Anzahl an Stellenanzeigen (-6%) festzustellen. Diese Entwicklung ist vor allem auf eine Abnahme der Personalnachfrage in den Berufen der persönlichen und sozialen Dienstleistungen zurückzuführen (-13%). Demgegenüber folgt die Entwicklung in den Berufen der Technik und der Informatik auch in der Nordwestschweiz dem schweizweit positiven Trend: Sie verzeichnen einen Zuwachs von 12 Prozent. Insgesamt zeigt eine längerfristige Betrachtung der Entwicklung der Region, dass im selben Quartal des Vorjahres aussergewöhnlich viele Stellen ausgeschrieben wurden und dass die aktuelle Gesamtanzahl an Stellen somit weniger als Rückgang, sondern wie in der restlichen Deutschschweiz eher als Stabilisierung zu verstehen ist.

Hohe Nachfrage in Informatikberufen und in Industrie und Transport
Nachdem die Zahl der Stelleninserate im Bereich der Informatik schon in den letzten beiden Quartalen bemerkenswert angestiegen ist, bleibt die Nachfrage auch in diesem Quartal hoch (+2% im Vergleich zum letzten Quartal). Im Vergleich zum ersten Quartal 2017 ergibt sich für diese Berufe ein Anstieg von 17 Prozent. «In beinahe allen Regionen steigt die Zahl der Vakanzen in den Berufen der Informatik seit fast einem Jahr an. Wir gehen davon aus, dass Unternehmen aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten vermehrt nach Personal suchen, das die Automatisierung vorantreibt. Einerseits braucht es dafür viel technisches Know-how, anderseits erfordert Automatisierung auch Koordination, Prozessoptimierung und Kommunikation», erklärt Nicole Burth, CEO der Adecco Group Schweiz.

In diesem Licht betrachtet ist es nicht verwunderlich, dass sich parallel zur Informatik auch im Bereich Management und Organisation eine positive Entwicklung der Vakanzen abzeichnet. Dort ist die Zahl der Stellenanzeigen im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent gestiegen.

Auch in den Berufsbereichen Industrie und Transport zeigt sich seit 2017 wieder eine stetige Zunahme der Stellenanzeigen. 2015 sind die Stellenausschreibungen in dieser Berufsgruppe aufgrund des Frankenschocks stark eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Anzahl der Vakanzen mit einem Anstieg von 9 Prozent wieder bemerkenswert zugenommen. Eine starke Personalnachfrage verzeichnen auch die Berufe im Bereich Gesundheit. Im 6-Jahres-Vergleich sind aktuell 60 Prozent mehr Stellenanzeigen ausgeschrieben als im 1. Quartal 2012. Dieser Unterschied ist vor allem auf einen beachtlichen Anstieg der Zahl der Vakanzen in den Jahren 2013 und 2014 zurückzuführen. Seitdem verharrt die Personalnachfrage in diesen Berufen weitgehend stabil auf hohem Niveau.

Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine Abnahme der Stellenanzeigen im Bereich Büro und Verwaltung (-16%). Da die Nachfrage in diesem Bereich im Vergleich zum letzten Quartal aber wieder leicht gestiegen ist (+3%), scheint der seit Mitte des letzten Jahres anhaltende negative Trend gestoppt zu haben. (Adecco/mc/pg)

Job Index Q1 2018

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