APG steigert Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr deutlich

Markus Ehrle
Markus Ehrle, CEO APG/SGA. (Foto: APG)

Genf – APG hat sich in der ersten Jahreshälfte 2022 weiter deutlich erholt. Der Umsatz stieg um einen Drittel, der Gewinn verzehnfachte sich. Im letztjährigen Vergleichssemester hatte die Aussenwerbegruppe noch stark unter dem coronabedingten Rückgang der Mobilität gelitten.

Der Werbeertrag der gesamten Gruppe nahm laut Mitteilung vom Freitag im ersten Halbjahr 2022 um rund 33 Prozent auf 140,7 Millionen Franken zu. Die Aufhebung der meisten Covid-19-Massnahmen hätten zu einer merklichen Belebung des Mobilitätsverhaltens und in der Folge auch der Werbeeträge geführt, schreibt APG im am Freitag veröffentlichten Halbjahresbericht. Der Umsatz aus dem ersten Halbjahr 2019 – also noch vor der Corona-Krise – liegt mit 152,3 Millionen schon bald in Griffweite.

Die Ereignisse um den russischen Krieg gegen die Ukraine und dessen weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft hätten die positive Entwicklung allerdings beeinträchtigt. In diesem Kontext hätten sich verschiedene Werbeauftraggeber zurückgehalten und Werbekampagnen sehr kurzfristig geplant und abgewickelt.

Autowerbung schwächelt weiter
Die geopolitischen Unsicherheiten und Probleme in den globalen Lieferketten hätten auch den Umsatz in Serbien beeinflusst, heisst es weiter. Dort stieg der Umsatz in Lokalwährung um 2,8 Prozent, das Geschäft steuerte damit 4,7 Prozent zum Gruppenumsatz bei.

Der Löwenanteil des Umsatzes kommt weiterhin aus der Schweiz. Dort kletterten die Werbeerträge gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent auf 134,1 Millionen Franken. Die Werbeinvestitionen von Branchen wie dem Detailhandel, Telekommunikation sowie auch der Kunst- und Kulturveranstaltungen hätten sich im ersten Halbjahr positiv entwickelt, so APG. Dafür bewegten sich die Werbeausgaben aus der Automobilbranche aufgrund anhaltender Lieferengpässe nach wie vor auf unterdurchschnittlichem Niveau.

Überzeugt von Wachstumspotenzial
Aufgrund der weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen und der damit verbundenen eingeschränkten Visibilität seien die Massnahmen zur Optimierung der operativen Kosten konsequent weitergeführt worden, heisst es weiter. Der Gewinn verbesserte sich wieder deutlich. So verdreifachte sich der Gewinn auf Stufe EBITDA auf 18,4 Millionen Franken. Unter dem Strich blieben 10,2 Millionen Franken nach lediglich 1,0 Millionen im Vorjahr.

Für das Gesamtjahr 2022 gibt APG wie üblich keinen konkreten Ausblick ab. Die Perspektiven für die Ausserhaus-Medien und APG seien in der zweiten Jahreshälfte massgeblich von der weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen und geo- sowie auch gesundheitspolitischen Lage geprägt, so APG.

Auch in diesen Zeiten mit geringer Visibilität und vielfältigen Herausforderungen werde man die operativen und strategischen Projekte weiterführen. Out of Home-Medien hätten unter entsprechenden Rahmenbedingungen ein überzeugendes Wachstumspotenzial und würden ihre Stellung im Mediamix der Werbetreibenden weiter steigern können. (awp/mc/ps)

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