Arbeitslosenquote Juni bei 2,7 Prozent

Arbeitslosigkeit, RAV

Bern – Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco waren Ende Juni 2012 114’868 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 3’992 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 4’490 Personen (+4,1%). Die Arbeitslosenquote beträgt nach Angaben des Seco vom Montag sehr tiefe 2,7%.

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) verringerte sich um 731 Personen (-4,7%) auf 14’789. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg um 855 Personen (+6,1%). Insgesamt wurden 166’437 Stellensuchende registriert, 4’339 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl damit um 695 Personen (+0,4%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 241 auf 17’493 Stellen.

Kurzarbeit April im Monatsvergleich rückläufig
Im April 2012 waren 7’440 Personen von Kurzarbeit betroffen, 1’962 Personen weniger (-20,9%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 108 Einheiten (-14,6%) auf 633. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 114’022 (-23,0%) auf 382’702 Stunden ab. In der entsprechenden Vorjahresperiode (April 2011) waren 249’698 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 4’674 Personen in 519 Betrieben verteilt hatten.

2’417 Aussteuerungen im April
Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats April 2012 ausgeschöpft hatten, auf 2’417 Personen.

Neue Berechnungsgrundlage
Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) publizierte Arbeitslosenquote ist aktualisiert worden und bezieht sich neu auf die Erwerbspersonen gemäss Eidgenössischer Volkszählung aus dem Jahr 2010, die vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführt wurde. Die Zahl der Erwerbspersonen erhöhte sich von 3’946’988 Personen im Jahr 2000 auf 4’322’899 im Jahr 2010. Die Arbeitslosenquote im Monat Juni beträgt damit 2,7% anstelle von 2,9%. Die auf der aktualisierten Basis berechnete Arbeitslosenquote berücksichtigt die Zunahme der Erwerbspersonen während des letzten Jahrzehnts und vermittelt damit ein genaueres Bild der Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Häufigere Anpassungen der Arbeitslosenquoten
Sämtliche Zeitreihen sind der neuen Basis aus der Volkszählung 2010 angepasst und bis auf den 1. Januar 2010 zurückgerechnet worden. Künftig werden die Arbeitslosenquoten häufiger angepasst als bisher. Dort, wo es die neue Berechnungsgrundlage erlaubt (Ebene Gesamtschweiz und Kantone), kann künftig auf eine jährliche Anpassung der Arbeitslosenquote umgestellt werden. Bei den übrigen Merkmalen wird voraussichtlich ein Mehrjahreszeitraum benötigt, um eine ausreichend genaue Berechnungsgrundlage verfügbar zu haben. (Seco/mc/ps)

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