Arbeitslosigkeit steigt im Dezember von 3,1 auf 3,3 %

Arbeitslosigkeit
(Foto: PHOTOPRESS/Martin Ruetschi)

Die Zahl der Stellensuchenden in der Schweiz nimmt weiter zu. (Foto: PHOTOPRESS/Martin Ruetschi)

Bern – Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) waren Ende Dezember 2012 142’309 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 10’242 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 3,1% im November 2012 auf 3,3% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 11’647 Personen (+8,9%).

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich um 651 Personen (+3,3%) auf 20’350. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg um 1’492 Personen (+7,9%). Insgesamt wurden nach Angaben des Seco 196’898 Stellensuchende registriert, 8’587 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl damit um 11’192 Personen (+6,0%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 2’154 auf 13’722 Stellen.

Abgerechnete Kurzarbeit im Oktober 2012
Im Oktober 2012 waren 8’110 Personen von Kurzarbeit betroffen, 1’548 Personen mehr (+23,6%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 61 Einheiten (+10,6%) auf 638. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 109’474 (+34,3%) auf 428’316 Stunden zu. In der entsprechenden Vorjahresperiode (Oktober 2011) waren 259’203 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 5’112 Personen in 459 Betrieben verteilt hatten.

2580 Personen ausgesteuert
Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats Oktober 2012 ausgeschöpft hatten, auf 2’580 Personen.

Die Arbeitslosigkeit im Jahr 2012
Trotz eines für die Wirtschaft äusserst anspruchsvollen internationalen Marktumfeldes und hohem Frankenkurs vermochte sich der schweizerische Arbeitsmarkt über einen grossen Teil des Jahres erfreulich gut zu halten. Mit dem Anstieg der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenzahl über den Stand des Vorjahres hat sich die Eintrübung auf dem Arbeitsmarkt nun aber doch konkretisiert.

Nach einem raschen und starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen über die Jahreswende 2011/2012 auf 134’317 Personen im Januar baute sich die Arbeitslosigkeit bis Ende Juni wieder auf 114’868 Personen ab. Dies entspricht einem Rückgang um annähernd 19’500 Personen; allerdings fiel diese Abnahme nur noch halb so hoch aus wie in derselben Periode des Vorjahres. Dem Rückgang im ersten Halbjahr steht eine Zunahme um rund 27’400 Personen in der zweiten Jahreshälfte gegenüber. Die Arbeitslosenzahlen, die bereits seit Juli ununterbrochen wieder im Steigen begriffen sind, erhöhten sich insbesondere zwischen Oktober und Dezember, verstärkt durch saisonale Faktoren, rasch und in grossen Schritten. Damit liegt die Arbeitslosigkeit in der Schweiz per Ende Dezember 2012 wieder höher als im Vorjahr und erreicht einen Stand von 142’309 arbeitslosen Personen.

Durchschnittliche Arbeitslosenquote von 2,9 %
Mit einem Bestand von 125’594 Personen liegt die durchschnittliche Arbeitslosenzahl im Berichtsjahr leicht höher (+2’702 Personen) als im Vorjahr. Daraus resultiert für das Jahr 2012 im Jahresmittel eine Arbeitslosenquote von 2,9%, dies ist ein leichter Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert von 2,8%. Trotz des Anstiegs gehört der Wert des Jahres 2012 immer noch zu den drei besten Resultaten der letzten 10 Jahre.

Die Stellensuchendenzahl (Summe von registrierten arbeitslosen und nichtarbeitslosen Stellensuchenden) stagnierte im Januar und Februar bei über 187’000 Personen, bevor sie sich bis Ende Juni um rund 21’000 Personen auf einen Stand von 166’437 abbaute. Insbesondere im Oktober und verstärkt im November und Dezember erhöhte sie sich, auch saisonal bedingt, per Jahresende wieder auf 196’898 Personen. Im Jahresdurchschnitt resultiert daraus eine Zahl von 178’425 stellensuchenden Personen. Damit verbleibt der Jahresdurchschnittswert 2012 bei den Stellensuchenden, anders als bei den Arbeitslosenzahlen, gerade noch unter dem Vorjahreswert. (Seco/mc/pg)

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