Arbonia steigert 2025 Umsatz

Arbonia steigert 2025 Umsatz
Arbonia-CEO Claudius Moor. (Foto: Arbonia)

Arbon – Der Bauzulieferer Arbonia hat im vergangenen Jahr den Umsatz gesteigert. Beim Gewinn rutschte das auf Türen ausgerichtete Ostschweizer Unternehmen allerdings ins Minus.

Der Nettoumsatz stieg im Gesamtjahr um 12,3 Prozent auf 624,5 Millionen Franken, wie Arbonia am Dienstag mitteilte. In Lokalwährungen und ohne Akquisitionen resultierte ein Plus von 3,7 Prozent. Wechselkurseffekte belasteten den Umsatz mit 1,2 Prozent.

Das organische Wachstum sei insbesondere durch das stabile Renovationsgeschäft sowie den weiteren Ausbau des Objekt- und Projektgeschäfts und von neuen Märkten getragen worden, schrieb Arbonia. Derweil verharre die Neubautätigkeit in mehreren Kernmärkten weiterhin auf tiefem Niveau.

Profitabilität verbessert
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA reduzierte sich um 15,1 Prozent auf 56,3 Millionen Franken im Vorjahr. Im Vorjahr hatte es positive Sondereffekte in Höhe von 24,6 Millionen aus einem Grundstücksverkauf gegeben.

2025 gab es weitere Sondereffekte unter anderem aus Restrukturierungen im Glasgeschäft sowie akquisitionsbedingten Kosten. Bereinigt um diese erhöhte sich der EBITDA auf 56,5 Millionen Franken (+35,5%). Ausserdem steht der Dachfensterhersteller Skyfens zum Verkauf, wobei die Verhandlungen den Angaben zufolge weit fortgeschritten sind. Ohne Skyfens betrug der EBITDA 57,3 Millionen Franken. Die entsprechende Marge erreichte 9,2 Prozent nach 7,5 im Vorjahr.

Treiber beim operativen Ergebnis waren Preisanpassungen, leicht höhere Volumina und Effizienzgewinne, während höhere Löhne, strukturelle Kosten in Produktion und Logistik und Währungseffekte belasteten.

Unter dem Strich verbuchte Arbonia einen Verlust von -9,77 Millionen Franken nach einem Gewinn 2,7 Millionen. Die Erwartungen der von AWP befragten Analysten wurden mit den Kennzahlen beim Umsatz und EBITDA leicht übertroffen, beim Reingewinn aber deutlich verfehlt.

Weiteres Wachstum erwartet
Im Zuge der strategischen Fokussierung auf das Türengeschäft sei der Vertrag über den Verkauf der russischen Heizkörperaktivitäten unterzeichnet worden, schrieb Arbonia weiter. Der Vollzug wird bis Ende März 2026 erwartet.

Für 2026 erwartet Arbonia bei stabilen Wechselkursen und einer normalen Entwicklung der Materialkosten ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent im Vergleich zum Umsatz ohne Skyfens von 622 Millionen 2025. Für den bereinigten EBITDA ebenfalls ohne Skyfens wird ein Wachstum von 15 bis 20 Prozent erwartet.

Mittelfristig peilt der Bauzulieferer organisch bis 2029 weiterhin einen Umsatz zwischen 820 und 850 Millionen Franken und eine EBITDA-Marge zwischen 14 und 15 Prozent an. Neu dazu kommt ein Zielband für den Free Cashflow von 55 bis 65 Millionen Franken im Jahr 2029. (awp/mc/ps)

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