Artemis Group steigert Umsatz 2012 um 12,3 %

Michael Pieper, CEO der Artemis Group.

Aarburg – Die Artemis Group, zu der auch die Franke Gruppe gehört, hat im 2012 den Umsatz kräftig gesteigert. Auch die Profitabilität verbesserte sich auf Gruppenebene gegenüber dem Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2013 wird trotz schwierigem Umfeld mit einer positiven Entwicklung gerechnet. Einen Börsengang der Franke Gruppe steht vorläufig nicht zur Debatte.

«Die Diversifikation der Gruppe zahlt sich aus», sagte CEO Michael Piper an der Medienkonferenz in Zürich. Als Schweizer Konzern sei die Festlegung der Euro-Untergrenze durch die SNB für die Gruppe von grosser Bedeutung gewesen. Auch die Rohmaterialpreise seien im 2012 weniger volatil gewesen als noch im Vorjahr.

Der Nettoumsatz der Gruppe stieg 2012 um 12,3% auf 2,47 Mrd CHF. Organisch resultierte ein Wachstum von 5,3%, vorteilhafte Wechselkurse trugen 0,8% und Akquisitionen 6,2% zum Wachstum bei. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA verbesserte sich exklusive der nicht weitergeführten Tätigkeiten um 17,6% auf 250,8 Mio CHF. Das Betriebsergebnis auf Ebene EBIT stieg gar um 32,7% auf 130,9 Mio. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn nach Steuern von 116,4 Mio, was einer Zunahme von 16,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Kitchen Systems mit Umsatzrückgang
Der Umsatz der Franke Gruppe wuchs um 6,2% auf 2,01 Mrd CHF. Bei der grössten Division Franke Kitchen Systems ging der Umsatz hingegen um 3,5% auf 0,98 Mrd zurück. Grund dafür seien vor allem die starken Umsatzeinbussen im mediterranen Ländern, wo Franke traditioneller Weise gut positioniert ist. «Im baunahen Sektor in Griechenland oder Italien waren die Rückgange dramatisch», so Pieper. Besser entwickelten sich hingegen die Geschäfte in den asiatischen Märkte.

Nach Sektoren war der Umsatzzuwachs bei Franke Foodservice Systems (+27%) und Franke Beverages Systems (+16%) am stärksten. Zudem seien verschiedene Massnahmen ergriffen worden, um in allen Divisionen ein profitables Wachstum zu erreichen. So hätten etwa in den Bereichen Foodservice und Coffee Systems neue Verträge in den wichtigen Märkten Japan und Korea abgeschlossen werden können, so Franke-CEO Alexander Zschokke.

Die Wachstumstreiber für 2013 lägen in den Regionen Amerika und Asien, in der Integration der übernommen KWC, sowie in der Nutzung von Synergien innerhalb der Gruppe. Das Wachstum soll dabei über den Ausbau der bestehenden Divisionen realisiert werden. Die Erschliessung neuer Bereiche stehe für Franke nicht im Fokus, so Zschokke weiter.

Auftragsbestand deutlich erhöht
Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet die Franke-Gruppe eine Fortsetzung der positiven Trends, wobei die Schwierigkeiten im Mittelmeerraum anhalten dürften. Der Auftragsbestand habe sich seit Jahresbeginn um 13,4% verbessert. So wird im laufenden Jahr 2013 mit einem «soliden» Wachstum und mit einer gesteigerten Profitabilität gerechnet. Langfristig stehe weiterhin das Ziel einer EBIT-Marge von 10 bis 12%.

Kein Börsengang geplant
Auch für die Beteiligungen der Artemis Asset Management Group und Artemis Real Estate geht das Management von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung aus. Artemis hält aktuell Anteile an Forbo (28%), Autoneum (20%), Adval Tech (21%) und Rieter (11%). Dabei wurden die Anteile an Autoneum im Jahr 2012 um 6% und an Forbo, im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms, um 2% erhöht. Gesenkt werden soll hingegen die Beteiligung an Feintool, von knapp 80% auf 50,1%, wie heute ebenfalls bekannt wurde. Details zur geplanten Kapitalerhöhung von bis zu 45 Mio und der Aktienumschichtung bei Feintool werden erst im Juli veröffentlicht.

Einen Börsengang mit der Franke Gruppe schliesst Pieper zum heutigen Zeitpunkt aus. «Franke bleibt unsere Kernbeteiligung und aufgrund unserer starken Bilanz können wir das weitere Wachstum aus eigener Kraft finanzieren können.» (awp/mc/pg)

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