Artemis Gruppe mit dreimal so viel Gewinn wie im Vorjahr

Artemis
Franke Management AG-Sitz in Aarburg. (Bild: obs/Franke Group/Brigitte Mathys)

Aarburg – Die Artemis Gruppe ist 2021 deutlich profitabler gewesen als im Jahr davor. Den Gewinn hat die Gruppe gar verdreifacht. Dies einerseits dank mehr Umsatz, aber auch weil negative Einmaleffekte weggefallen sind.

Der Umsatz der Gruppe, zu der auch das Küchenbauunternehmen Franke und der Präzisionstechnologiekonzern Feintool gehören, ist im vergangenen Geschäftsjahr um 18,6 Prozent auf 3,31 Milliarden Franken gestiegen, wie Artemis am Freitag mitteilte. Insbesondere in den Geschäftsbereichen für Bauzulieferung habe man von einer starken Nachfrage profitiert, heisst es.

2021 seien viele Geschäftsbereiche der Gruppe nach wie vor mit temporären Schliessungen in verschiedenen Ländern, gestiegenen Rohstoff- und Logistikkosten und anhaltenden Problemen in der Lieferkette konfrontiert gewesen. Doch obwohl sich die Coronapandemie damit auch im Geschäftsjahr 2021 negativ auf Gruppe ausgewirkt habe, steigerte sie ihren Betriebsgewinn (EBIT) um 181 Prozent auf 209,8 Millionen Franken.

Unter dem Strich blieb mit 313,7 Millionen ein dreimal so hoher Reingewinn wie im Vorjahr (102,9 Mio Fr.).

Höhere Investitionen
Die Investitionen haben laut der Mitteilung um gut einen Viertel zugenommen auf 224,3 Millionen. Davon sei der grosse Teil zur Erweiterung oder Verbesserung verschiedener Produktionswerke bei Franke und Feintool verwendet worden.

Ein weiterer Teil floss zudem in den Erwerb der restlichen 60-Prozent-Anteile an der Franke Coffee Systems UK für die Franke Group, in die weitere Entwicklung von Wohn- und Gewerbeimmobilienprojekte in der Schweiz und im Ausland für die Immobiliensparte Artemis Real Estate Group.

Konjunkturrisiken 2022 trüben Ausblick
Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr werden durch die Konjunkturrisiken, die vom Krieg in der Ukraine und der Pandemie ausgehen, erschwert. Viele Unternehmen stünden aufgrund der Verknappung wichtiger Rohstoffe, fossiler Energieträger, Transportmittel und der damit verbundenen Kostenexplosion unter massivem Druck.

Die Auswirkungen dieser Kostenentwicklung könnten die Nachfrage nach den Produkten der Artemis Gruppe verringern, heisst es. Doch man sei trotz der «sehr schwierigen Situation» zuversichtlich, was die Aussichten der Artemis Group betreffe. Sie sei strategisch gut positioniert und verfüge über eine starke Bilanz. (awp/mc/pg)

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