Artemis verschiebt Feintool-Aktienpaket intern – keine Angebotspflicht

Investor Michael Pieper.

Lyss – Investor Michael Pieper verschiebt die an Feintool gehaltene Beteiligung innerhalb der von ihm kontrollierten Artemis-Gesellschaften. Wie Feintool am Freitag mitteilt, beabsichtigt die Artemis Beteiligungen III AG ihr Feintool-Paket im Umfang von 50,3% an die Artemis Beteiligungen I AG zu verkaufen. Artemis beziehungsweise Michael Pieper hat dazu ein Gesuch gestellt, um das Nichtbestehen einer Angebotspflicht feststellen zu lassen respektive eine Ausnahme von der Angebotspflicht zu erlangen. Dieses wurde von der Übernahmekommission gutgeheissen.

Dem Verkauf der Feintool-Beteiligung innerhalb der Artemis Holding komme wirtschaftlich keine Bedeutung zu, schreibt Feintool weiter. Es handle sich um eine rein interne Umstrukturierung, schliesslich sei Michael Pieper direkt oder indirekt an beiden Gesellschaften der alleinige Inhaber. Mit der Transaktion ändere sich für die anderen Feintool-Aktionäre somit nichts. Zudem habe sich die Käuferin dazu verpflichtet, in die Lock-up-Vereinbarung mit Feintool aus der im Juni 2013 durchgeführten Kapitalerhöhung und -umplatzierung einzutreten, die man gegenüber den die Transaktion begleitenden Banken eingegangen sei.

UeK gewährt Ausnahme
Auch die Übernahmekommission (UeK) hat sich betreffend der Paket-Verschiebung gemeldet. In ihrer Verfügung vom 24. September stellt sie fest, dass die Übertragung der Papiere keine Angebotspflicht auslöst, es werde eine Ausnahme von der Pflicht gewährt, den Aktionären von Feintool ein öffentliches Kaufangebot zu unterbreiten. Aktionäre mit einem Anteil von mindestens 3% der Stimmrechte haben das Recht, gegen die Verfügung der Übernahmekommission Einsprache zu erheben. (awp/mc/ps)

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