Aryzta steigert Gesamtumsatz im Quartal um 9%

Owen Killian

Aryzta-CEO Owen Killian.

Zürich – Der auf Spezialitäten-Backwaren fokussierte Aryzta-Konzern leidet unter den schwierigen konjunkturellen Bedingungen vor allem in Europa. Organisch konnten die Verkäufe im ersten Quartal (per Ende Oktober) entsprechend nur leicht gesteigert werden. Im laufenden Geschäftsjahr will der Konzern seine laufende Reorganisation weiter vorantreiben und belässt dabei die Guidance für das Gesamtjahr unverändert.

Der Gesamt-Umsatz stieg im Berichtsquartal um 9,0% auf 1,10 Mrd EUR. Vor allem Wechselkurseffekte trugen mit +6,4% zum deutlichen Plus bei, während der Konzern organisch 1,7% zulegte und Akquisitionen mit +0,9% zu Buche schlugen.

Im Hauptbereich Food (Backwaren) stieg der Umsatz um 7,9% auf 747,5 Mio EUR, wobei das organische Wachstum hier 0,9% ausmachte. Insgesamt seien die Volumen stabil gewesen und weitere Preiserhöhungen habe es keine gegeben, teilte der Schweizerisch-irische Konzern am Montag mit. Den Grossteil des Umsatzzuwaches bewirkten die Währungen mit +5,7%, Akquisitionseffekte trugen hier 1,3% zum Wachstum bei. Die separat kotierte Agrar-Tochter Origin, an der Aryzta knapp 70% hält, erzielte – wie bereits letzte Woche mitgeteilt – einen Umsatz von 351,2 Mio EUR (+11,2%, organisch +3,4%).

Punktlandung
Mit den vorgelegten Zahlen hat Aryzta die Umsatz-Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) ziemlich genau getroffen. Dieser lag für den Food-Bereich bei 747,8 Mio EUR bei einer Bandbreite von 708 – 777 Mio EUR.

Besonders die Situation in Europa macht dem Konzern zu schaffen. Aryzta spricht hier von einer «sehr herausfordernden» Situation, in der sich die schwache makroökonomische Dynamik und die sich ausweitenden Sparmassnahmen der Regierungen widerspiegelten. Zwar stieg der Umsatz dank günstiger Wechselkurseffekte im Food-Bereich um 1,6% auf 321,2 Mio EUR, organisch war es aber ein kleines Minus von 0,2%. Dieser relativ kleine Rückgang sei allerdings im Vergleich zu den Vorquartalen eine Verbesserung, heisst es in der Mitteilung.

Food Nordamerika wuchs – ebenfalls vor allem dank Wechselkurseffekten – um mehr als 12% auf 367,5 Mio EUR, organisch waren es immerhin +1,3%. Der kleinsten Division ‹Rest der Welt› gelang ein Plus von gut 19% auf 58,8 Mio EUR, wobei hier die Hälfte des Wachstums aus Akquisitionen und je ein Viertel aus organischem Wachstum bzw. Wechselkurseffekten entstand.

Zwei neue Positionen
«Unsere Performance im Berichtsquartal war zufriedenstellend, dies angesichts der Tatsache, dass das globale Umfeld weiter sehr herausfordernd ist und sich seit Bekanntgabe der Jahreszahlen 2011/12 im September nicht verbessert hat», sagt CEO Owen Killian in der Mitteilung.

Aryzta legt den Fokus weiterhin vor allem auf Verbesserungen der Prozesse und der Effizienz und will die sogenannte Aryzta Transformation Initiative (ATI) weiter vorantreiben. CFO Patrick McEniff werde in diesem Zusammenhang zusätzlich die Position eines Chief Operating Officers bekleiden und die lokalen Managementstrukturen weiter entwickeln, heisst es. Und John Yamin, CEO von Aryzta Nordamerika, wird die ebenfalls neue Stelle eines Global Food Officers einnehmen und sich entsprechend mit Innovationen, Marketing und Markenmanagement, Kundenbeziehungen oder auch Personalentwicklung beschäftigen.

Für die weitere Zukunft gibt sich der Konzern vorsichtig optimistisch. Aufgrund der Performance im ersten Quartal und basierend auf den weiteren Fortschritten aus dem ATI-Programm bleibe der Ausblick für das Gesamtjahr trotz der insgesamt herausfordernden Bedingungen unverändert. Das heisst, der Konzern geht für 2012/13 weiter von einem Plus beim Gewinn pro Aktie (EPS) von 5-10% bzw. einem Wert von 3,54 bis 3,71 EUR je Aktie aus. (awp/mc/upd/ps)

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