Aryzta schliesst zwei Werke in Deutschland

Aryzta schliesst zwei Werke in Deutschland
Urs Jordi, CEO ad interim und VRP Aryzta. (Foto: Aryzta/mc)

Schlieren – Der Backwarenkonzern Aryzta kündigt Massnahmen in Deutschland an und bündelt die Produktion am Standort Eisleben. Die Werke in Gerolzhofen und Nordhausen werden geschlossen. Mit der Restrukturierung will das Unternehmen seine Profitabilität verbessern.

Im August 2026 hatte der Schweizer Tiefkühlbackwaren-Anbieter eine Überprüfung der deutschen Geschäftsaktivitäten angekündigt. Die Produktion für den Detailhandel und den Foodservice-Bereich in Deutschland soll nun am Standort Eisleben gebündelt werden, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.

Einmalkosten von bis zu 61 Mio Euro
Die Pläne würden voraussichtlich Einmalkosten in Höhe von rund 56 bis 61 Millionen Euro verursachen. Produkte und Produktlinien mit geringerem Volumen sowie strukturell geringerer Rentabilität sollen aufgegeben werden, was während der Umsetzung zu einem leichten Umsatzrückgang in Deutschland in Höhe von rund 35 bis 40 Millionen Euro führen könnte.

Die Massnahmen sollen die EBITDA-Marge auf Gruppenebene mittelfristig um 60 bis 80 Basispunkte verbessern. Die Umsetzung erfolgt hauptsächlich in den Jahren 2026 und 2027. Die entsprechenden Rückstellungen würden im Geschäftsjahr 2026 verbucht.

In Frankreich hat derweil der Geschäftsbereich «Coup de Pates» (CdP) das Unternehmen Frigegro übernommen, ein Vertriebsunternehmen für Tiefkühlprodukte in der Region Limoges. Mit der Transaktion habe Aryzta in diesem Jahr bereits zwei ergänzende Übernahmen in Frankreich vollzogen, die den annualisierten Umsatz des Konzerns voraussichtlich um rund 35 bis 40 Millionen Euro steigern dürften.

Auf Konzernebene bestätigt Aryzta die Absicht, ab 2027 wieder Kapital an die Aktionäre rückzuführen. Gestützt werde dies durch die Erwartung, im laufenden Geschäftsjahr 2026 einen EBITDA von rund 300 Millionen zu erzielen sowie einen Free Cashflow von rund 100 Millionen Euro, beides vor Einmalkosten. Die Finanzierungskosten würden zudem neu unter der bisherigen Prognosespanne von 37 bis 40 Millionen zu liegen kommen. (awp/mc/pg)

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