Ascom bestätigt Ziele für 2014 und 2015

Fritz Mumenthaler

Ascom-CEO Fritz Mumenthaler. (Foto: Ascom)

Zürich – Ascom hat an ihrem Investorentag die Ziele für das laufende Jahr bestätigt. Auch die Guidance für das nächste Jahr bleibt gültig. Hoffnung schöpft das Management des Technologiekonzerns aus dem neuen Produkt für Spitäler namens Myco sowie dem technologischen Fortschritt im Telekombereich.

„Die Zuversicht, die Jahresziele zu erreichen, hat substanziell zugenommen“, sagte Ascom-CEO Fritz Mumenthaler am Donnerstag vor Investoren. Demnach peilt das Unternehmen nach wie vor einen Umsatz im Kerngeschäft in der Grössenordnung des Vorjahres (knapp 460 Mio CHF), eine EBITDA-Marge zwischen 14% und 16% sowie einen Reingewinn auf Vorjahresniveau (36,9 Mio CHF) an.

Um diese Ziele zu erreichen, braucht Ascom deutlich verbesserte Resultate im zweiten Halbjahr, wie Finanzchefin Bianka Wilson zugestand. Im ersten Semester wies Ascom einen Umsatz von 202,7 Mio CHF, eine EBITDA-Marge von 10,5% und einen Reingewinn von 8,2 Mio aus. Historisch gesehen lägen die Verkäufe in der zweiten Jahreshälfte üblicherweise über jenen der ersten, meinte die CFO.

CEO Mumenthaler ergänzte, dass das dritte Quartal in beiden Divisionen gut verlaufen sei. Auch mit dem Geschäftsverlauf im Oktober zeigte er sich zufrieden. Der Auftragsbestand sei zudem hoch.

„Game-Changing“-Potenzial
Optimistisch ist die Ascom-Spitze auch für 2015. Laut Mumenthaler bleibt die Guidance gültig. Das Unternehmen strebt somit weiterhin ein Umsatzwachstum in der Grössenordnung von 5% bis 10% sowie eine EBITDA-Marge von rund 16% bis 17% an.

Der CEO betonte in diesem Zusammenhang den „Game changing“-Charakter des kürzlich lancierten Produkts Myco – einem Alarm- und Patientenüberwachungssystem für Spitäler und Altersheime. „Das ist eine Innovation, die Shareholder Value schafft“, zeigte er sich überzeugt.

„Effiizienz wird wichtiger“
Laut Claes Ödman, dem Leiter der grössten Konzernsparte „Wireless Solutions“, ist Myco die Antwort auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen. Wegen der alternden Gesellschaft und der begrenzten Ressourcen würden effiziente Arbeitsabläufe in den Spitälern immer wichtiger. Das Myco-Gerät, das im Grund ein Smartphone mit Sonderfunktionen ist, versorge das Pflegepersonal mit allen Informationen, das es brauche – und blende Nicht-Notwendiges aus.

Dadurch werde die Komplexität reduziert, und die Pflegerinnen und Pfleger hätten mehr Zeit, um sich um die Patienten zu kümmern. Auch werde der Effekt der „Alarmmüdigkeit“ reduziert, also der nachlassenden Aufmerksamkeit infolge dauernd blinkender und pfeifender Signale. Diese Reduktion von Komplexität wird laut dem Spartenchef im Zeitalter des „Internet of things“, in dem Maschinen miteinander kommunizieren, noch wichtiger. Das neue Produkt wurde Anfang Oktober lanciert. Laut Ödman kommt es bei den Kunden bislang sehr gut an.

Hoffnungen dank Volte
Ascom-CEO Mumenthaler ist auch für die zweiten Sparte „Network Testing“ optimistisch. Er und sein Spartenchef Rikard Lundqvist setzten dabei vor allem auf VoLTE (Voice over LTE). Diese Technologie soll unter anderem eine verbesserte Sprachqualität, einen schnelleren Verbindungsaufbau und gleichzeitig einen tieferen Batterieverbrauch beim Smartphone bringen. „Die Herausforderung für die Anbieter sind beträchtlich“, sagte Lundquist. „Wir helfen ihnen, die Probleme zu messen und zu verstehen.“

An der Börse avancieren die Ascom-Papiere bis um 14.30 Uhr mit 2,1% auf 14,30 CHF und liegen damit über der Marktentwicklung (SPI: +0,03%). (awp/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.