Ascom schreibt 2011 deutlich weniger Gewinn

Fritz Mumenthaler

Ascom-CEO Fritz Mumenthaler.

Bern – Das abgelaufene Geschäftsjahr war für den Technologiekonzern Ascom gezeichnet von der speziellen Währungslage. In diesem Marktumfeld büsste der Konzern an Profitabilität ein. Auch der Ordereingang litt etwas. Dennoch zeigt sich das Unternehmen mit den erreichten Ergebnissen zufrieden.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA sank um 15,7% auf 59,8 Mio CHF, der EBIT beträgt 40,6 Mio CHF (-21,0%) und der Reingewinn nahm um 28,9% auf 23,1 Mio CHF ab, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die aufgegebenen Unternehmensbereiche belasteten den Gewinn mit 7,5 Mio CHF. Damit ergibt sich beim EBITDA eine Marge von 13,7% (15,0%), die EBIT-Marge sank auf 9,3% von 10,9%. Die Profitabilität liege damit innerhalb der für das Jahr 2011 vorgegebenen Guidance, hiess es weiter.

Negative Währungseffekte
Der Umsatz nahm – wie bereits bekannt – um 7,5% auf 437,5 Mio CHF ab. In Landeswährungen resultierte dagegen eine Zuname um 1,1%. Der Auftragseingang verminderte sich um 7,6% auf 451,4 Mio CHF. Die Abwertung wichtiger Währungen – hauptsächlich US Dollar und Euro – im Vergleich zum Vorjahr habe zu beachtlichen negativen Währungseffekten bei der Umrechnung der Umsatzzahlen in Schweizer Franken geführt, hiess es weiter. Der Umsatz der Division Wireless Solutions wuchs in Lokalwährungen um 8,8%. Das organische Wachstum dieses Unternehmensbereichs betrug 5,1%. Das im Juli 2011 übernommene finnische Healthcare-Unternehmen Miratel trug 1,7% zum Divisionsumsatz bei. Auch die Profitabilität verbesserte sich – trotz ungünstiger Währungsentwicklungen: Die EBITDA-Marge stieg um 2 Prozentpunkte auf 15,0%.

Network Testing mit rückläufigem Umsatz
Die Division Network Testing hatte im vergangenen Jahr mit einer schwächeren Nachfrage zu kämpfen: Der devestitionsbereinigte Umsatz fiel gegenüber dem Vorjahr um 6,9%. Dies wurde vom Konzern erwartet, primär wegen der Marktentwicklung im Bereich der mobilen Kommunikationsnetze. Insbesondere im vierten Quartal seien geplante Kundeninvestitionen verschoben oder reduziert worden. Unter diesen Bedingungen erodiere auch der Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA). Die entsprechende Marge brach auf 2,4% von 16,4% ein.

Die «aufgegebenen Geschäftsbereiche» (Division Security Communication) verzeichneten eine Umsatzeinbusse von 24,6% auf 75,5 Mio CHF und auf Stufe EBITDA einen Verlust von 5,7 Mio CHF. Ascom will sich in Zukunft auf die Kernbereiche Network Testing und Wireless Solutions konzentrieren.

Dividende unverändert

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,25 CHF je Aktie erhalten, was einer unveränderten Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Pay-out Ratio würde damit 39,0% betragen. Für 2012 erwartet das Unternehmen weiterhin herausfordernde Rahmenbedingungen. Unabhängig davon wolle Ascom profitables Wachstum schaffen und den Wert des Unternehmens nachhaltig steigern. Für die Division Network Testing habe die Konzernleitung im laufenden Quartal Massnahmen ergriffen, um in dem Bereich eine bessere Profitabilität vor Restrukturierungskosten zu erlangen. Der Umsatz soll durch die eingeleitenden Schritte ebenfalls wieder zulegen.

Zudem werde das Unternehmen die Möglichkeiten gezielter und wertsteigernder Akquisitionen prüfen. Für das Jahr 2013 setzt sich die Gruppe das Ziel einer EBITDA-Marge zwischen 14,0% und 15,0%. (awp/mc/upd/ps)

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