Auch in der Verwaltung gilt nun das Prinzip „Digital First“

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(Adobe Stock)

Bern – Bund, Kantone und Gemeinden sollen Informationen und Dienste künftig in erster Linie digital zur Verfügung stellen. Das Prinzip „Digital First“ gilt ab Anfang kommenden Jahres und ist das Leitmotto der E-Government-Strategie Schweiz 2020-2023.

Diese hat der Bundesrat am Mittwoch verabschiedet. Mit deren Umsetzung soll der digitale Kanal zur ersten Wahl bei der Kontaktnahme mit der öffentlichen Verwaltung werden. Die Konferenz der Kantonsregierungen (KDK) sowie die Vorstände von Städte- und Gemeindeverband werden sich im Dezember zur vorgelegten Strategie äussern.

Deren Eckwerte sowie wichtigsten Grundsätze waren schon vor einem Jahr bekanntgegeben worden. Dazu gehören Nutzerorientierung, Offenheit und Transparenz sowie Standardisierung und Interoperabilität.

Zeitgemässe Dienste für Bevölkerung und Wirtschaft
Behördengänge, die durch die Automatisierung von Prozessen oder durch die Weitergabe von Daten zwischen Behörden überflüssig werden, sollen vermieden werden, heisst es. Innovative Ansätze und neue Technologien seien zu prüfen, um der Bevölkerung und der Wirtschaft zeitgemässe Dienste bieten zu können.

Verschiedene Handlungsfelder
Als Basis für konkrete Massnahmen hat der Bundesrat mehrere Handlungsfelder definiert. Dazu gehören „Interaktion und Partizipation“, „Basisdienste und Infrastruktur“, „Organisation und rechtliche Grundlagen“ sowie „Vertrauen und Wissen“.

Ausgearbeitet hat die E-Government-Strategie die von Finanzminister Ueli Maurer präsidierte interföderale Organisation E-Government Schweiz. Die vorliegende Strategie löst jene von 2016 ab. (awp/mc/pg)

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