Auto-Neuverkäufe schrumpfen 2025 erneut
Bern – In der Schweiz sind im Jahr 2025 weniger neue Autos verkauft worden als im Jahr zuvor. Steckerfahrzeuge machten rund einen Drittel der Nachfrage aus.
Gut 233’700 neue Autos wurden im vergangenen Jahr in der Schweiz in Verkehr gesetzt, wie die Importeurvereinigung Auto Schweiz am Freitag mitteilte. Das sind 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Unter Ausklammerung der Corona-Pandemie lag damit die Zahl der Immatrikulationen so tief wie seit 25 Jahren nicht mehr.
Der Schweizer Gesamtmarkt bleibe, anders als das restliche Europa, weiterhin deutlich unter dem langjährigen Vorkrisenniveau von rund 300’000 Neuzulassungen pro Jahr, so der Verband. Er bezeichnet das zurückliegende Auto-Jahr als «äusserst schwierig».
Der Volumenverlust resultiere aus «marktfremden CO2-Vorgaben, überdurchschnittlich hohen Energiepreisen und konjunkturellen Unsicherheiten, was sowohl Konsumentinnen und Konsumenten als auch Gewerbetreibende belaste.»
Die Erneuerung des Wagenparks verzögere sich dadurch weiter. So habe die letzte Erhebung vom Bundesamt für Statistik ein Durchschnittsalter für die Autos von 10,5 Jahren ergeben, während es vor 25 Jahren noch 7,4 Jahre betragen habe.
Steckerfahrzeuge machen rund einen Drittel aus
Zusammengenommen erreichen Steckerfahrzeuge im Gesamtjahr einen Marktanteil von knapp mehr als einem Drittel (34 Prozent) an allen Neuzulassungen in der Schweiz. Der Marktanteil verteilte sich dabei auf 22,8 Prozent BEV und 11,2 Prozent PHEV. Damit liegen Steckerfahrzeuge nur noch knapp hinter den Hybridfahrzeugen, die insgesamt 35 Prozent der Neuzulassungen ausmachten.
Der steigenden Akzeptanz für elektrifizierte Antriebe steht ein deutlicher Rückgang bei den klassischen Verbrennern gegenüber. Diesel-Fahrzeuge verzeichneten ein Minus von rund 30 Prozent, Benziner ein solches von rund 20 Prozent.
Trotz der Vielfalt an E-Modellen und interessanten Einstiegsangeboten verlaufe der Hochlauf emissionsarmer Fahrzeuge und die Erneuerung des Fuhrparks in der Schweiz nur schleppend, schreibt der Verband weiter. Das politische Ziel von 50 Prozent Steckerfahrzeugen bleibe damit noch ausser Reichweite. (awp/mc/ps)