Auto-Zulassungen sinken aufgrund strengerer Importbestimmungen

Auto-Zulassungen sinken aufgrund strengerer Importbestimmungen

Bern – In der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein sind im laufenden Jahr etwas weniger Fahrzeuge zugelassen worden als noch vor einem Jahr. In den ersten drei Quartalen wurden insgesamt 225’286 Personenwagen neu auf die Strassen gelassen.

Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 2,7 Prozent, wie der Verband der Autoimporteure Auto-Schweiz am Dienstag mitteilte. Die für die Branche wichtige Marke von 300’000 Neuimmatrikulationen pro Jahr bleibe aber in Reichweite.

Einen Dämpfer gab es für die Autoverkäufer im Monat September. Da gingen die Zulassungen gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr um knapp 17 Prozent auf 20’409 Autos zurück. Grund dafür sei die im Nachgang zum Dieselskandal eingeführte neue Verbrauchsmessung, also der realitätsnähere Prüfstandzyklus WLTP.

Die Umstellung habe den Autobauern deutlich mehr Aufwand beschert, wodurch sich die Genehmigungen für einige Fahrzeugtypen verzögert hätten. Seit September dürfen nur noch Fahrzeuge in die Schweiz importiert werden, die die neuen Abgasnormen Euro 6c oder 6d erfüllen.

Gefragte Hybrid- und Elektroautos
Trotzdem zeigte sich Auto-Schweiz-Sprecher Christoph Wolnik in der Mitteilung zuversichtlich, dass die vom Verband für das Gesamtjahr gesetzte Prognose erreicht wird. Die wichtige Marke von 300’000 Zulassungen würde in einem solchen Fall bereits zum achten aufeinanderfolgenden Jahr übertroffen.

Grund zur Zuversicht in der Autobranche gibt die Entwicklung der Verkäufe von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Im September legten die Neuimmatrikulationen dieser Kategorie um 7,4 Prozent zu und ihr Anteil an den Gesamtzulassungen erreichte einen neuen Höchstwert. Gut jedes fünfzehnte neu zugelassene Auto im September verfügte über einen Hybrid-Antrieb aus Verbrennungs- und Elektromotor. Und knapp 3 Prozent waren batterieelektrische Fahrzeuge.

Der Anteil von Elektroautos und sogenannten Plug-in-Hybridfahrzeugen soll weiter ansteigen. Gemäss den Zielen des Autoverbands soll dieser bis 2020 auf 10 Prozent ansteigen. Zudem sollen auch andere Hybride, Gas- und Wasserstoffautos eine wichtige Rolle bei der Erreichung der CO2-Ziele in der Schweiz spielen, hiess es.

VW behauptet Spitzenplatz
Nach Automarken aufgeschlüsselt fallen in den ersten neun Monaten die deutlichen Zuwächse bei Marken wie Ford, Jeep, Kia, Mitsubishi oder Volvo auf. Die meisten Marken mussten allerdings im laufenden Jahr Rückgänge hinnehmen. In Prozent gerechnet zweistellig sanken die Neuzulassungen etwa bei Toyota, Opel, Nissan, Mazda oder Chevrolet.

Volkswagen bleibt derweil mit 25’108 Stück der grösste Verkäufer von Automobilen in der Schweiz, auch wenn die Anzahl der Neuzulassungen in den ersten neun Monaten um 3,8 Prozent zurückgegangen ist. Auf Platz Zwei folgt mit 18’221 (-9,0%) Mercedes und den dritten Platz belegt BMW (-0,8% auf 17’783). (awp/mc/ps)

Auto-Schweiz

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