Avenir Suisse: Wachstum – weshalb, wie viel und wie?

Avenir Suisse: Wachstum – weshalb, wie viel und wie?

(Illustration: Avenir Suisse)

Zürich – Kann die Wirtschaft immer weiter wachsen? Wohin soll stetiges Wachstum noch führen? – Das neue avenir spezial «Wachstum – weshalb, wieviel und wie?» (mit Grafikbeilage «Was es bringt») vereint Beiträge zu einem Thema, das alle betrifft, aber dennoch schwer fassbar bleibt. Verwöhnt durch ein jahrzehntelang steigendes Bruttoinlandprodukt breiten sich Wohlstandsmüdigkeit und Wachstumsskepsis aus. Die Publikation zeigt auf, was wir dem wirtschaftlichen Wachstum verdanken – aber auch, wie es verantwortungsvoll gestaltet werden muss.

Zweifel am Sinn wirtschaftlichen Wachstums muss man sich leisten können. Nur so lässt sich die steigende Wachstumsskepsis in hochentwickelten Ländern wie der Schweiz erklären. Doch wird oft vergessen, dass der wichtigste Wachstumstreiber das menschliche Streben nach Verbesserung ist: Der technische Fortschritt, der sowohl bahnbrechende wie auch unscheinbare Erfindungen umfasst, führt unweigerlich zu Wachstum. Dies zeigt die neue Broschüre «Wachstum – weshalb, wieviel und wie?» von Avenir Suisse.

10 gute Gründe, weshalb wir Wachstum brauchen:

  1. Gesundheit: Dank Wachstum und technischem Fortschritt können wir Krankheiten behandeln, die noch vor kurzem als unheilbar galten. Wir leben nicht nur immer länger, sondern auch gesünder.
  2. Glück und Wohlbefinden: Wachstum macht glücklicher. Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen dem BIP pro Kopf und Glücksmassen wie dem «World Happiness Index».
  3. Selbstbestimmung: Ob bezüglich der Wahl des Lebensstils, Berufs, Hobbys oder der Feriendestination – wir leben deutlich selbstbestimmter und mobiler als unsere Vorfahren. Nicht selten öffnete der technologische Fortschritt die Tür für gesellschaftliche Entwicklungen.
  4. Freizeit: Wir konsumieren Wachstum in Form von höherem Einkommen und mehr Freizeit.
  5. Soziale Sicherheit: Ein steigendes BIP pro Kopf korreliert mit den Sozialausgaben. Vor allem reiche Länder können sich einen gut ausgebauten Sozialstaat leisten.
  6. Verteilung: Umverteilung ohne Wachstum bedeutet, dass Besserstellungen nur auf Kosten anderer möglich sind – ressourcenvernichtende Verteilkämpfe sind die Folge.
  7. Generationengerechtigkeit: Die meisten westlichen Gesellschaften haben ihren Sozialstaat auf Kosten der künftigen Generationen auf- und ausgebaut. Ohne Wachstum würde sich die Finanzierung der Altersvorsorge noch schwieriger gestalten, die Leidtragenden wären die Jungen.
  8. Ressourcenverbrauch: Dank dem technologischen Fortschritt nimmt der Pro-Kopf-Materialverbrauch in der Schweiz kontinuierlich ab: von 46,1 Tonnen pro Kopf (1990) auf 42,1 Tonnen (2013).
  9. Umweltschutz und -qualität: Wachstum muss nicht auf Kosten der Umwelt gehen. Gerade reiche Länder kümmern sich eher um die Qualität ihrer Umwelt.
  10. Armutsbekämpfung: Die effizienteste Waffe im Kampf gegen die Armut ist wirtschaftliches Wachstum. Dank Wachstum und Globalisierung konnten in den letzten 50 Jahren grössere Fortschritte in der Armutsbekämpfung erzielt werden als in den 500 Jahren zuvor.

Wachstum ist unverzichtbar und erleichtert das Leben. Wer möchte schon freiwillig auf Waschmaschine, Antibiotika oder Smartphone verzichten – geschweige denn auf das Gesundheitswesen oder die Altersvorsorge? Trotzdem darf Wachstum nicht auf Kosten künftiger Generationen generiert werden. Gerade weil Wachstum unverzichtbar ist, muss es verantwortungsvoll gestaltet werden. Unerwünschte Begleiterscheinungen sind zu bekämpfen sowie negative Nebenwirkungen auf Umwelt und Ressourcen tief zu halten, um die insgesamt positive Gesamtbilanz zu erhöhen. Wie wichtig und wie schwierig diese Aufgabe im einzelnen ist – auch dies kann man in der neusten Publikation von Avenir Suisse nachlesen. Eine Posterbeilage illustriert die wichtigsten Verdienste des Wachstums in übersichtlichen Grafiken. (Avenir Suisse/mc/ps)

avenir spezial: «Wachstum – warum, wieviel und wie?» von Samuel Rutz, Gerhard Schwarz und Simone Hofer Frei; Avenir Suisse Januar 2016

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