AXA Schweiz: Bootsunfall – besonders häufig auf dem Genfer- und Zürichsee

AXA Schweiz:  Bootsunfall – besonders häufig auf dem Genfer- und Zürichsee
(Symbolbild)

Winterthur – Rund 350 Bootskollisionen werden der AXA Winterthur jährlich gemeldet. Die meisten davon vom Genfer-, Zürich- und Bodensee.

Fast 100’000 private Boote sind in der Schweiz zugelassen. Sind an sommerlichen Tagen viele von diesen gleichzeitig unterwegs, kann es schon mal eng werden – und Schiffteile können bei Fahrfehlern unliebsame Bekanntschaft mit dem Pier, einem anderen Boot oder dem Grund machen.

Ein Achtel aller Bootsunfälle auf dem Zürichsee
Die AXA Winterthur hat anhand ihrer Daten der vergangenen 5 Jahre analysiert, auf welchen Gewässern in der Schweiz die meisten Bootsunfälle passieren. Die Auswertung zeigt: Über ein Viertel der Kollisionsschäden, welche der AXA Winterthur inklusive Ortsangabe gemeldet werden, geschehen auf dem Genfersee, ein Achtel auf dem Zürichsee. Jeder zehnte Bootsunfall wird vom Bodensee vermeldet, fast gleich viele vom Neuenburger- und Vierwaldstättersee. Jährlich werden der AXA Winterthur rund 350 Kollisionsschäden gemeldet.

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Infografik und Quelle: AXA Winterthur. Die Prozentzahlen basieren auf den der AXA Winterthur gemeldeten Kollisionsschäden (Kasko oder Haftpflicht; ohne Feuer- Elementar- oder Diebstahlschäden) der vergangenen 5 Jahre (2011-Juli 2016). 

«Der Genfersee ist der See mit der grössten Fläche innerhalb der Schweizer Landesgrenzen, insgesamt sind es rund 345 Quadratkilometer. Entsprechend viele private Schiffskapitäne sind unterwegs, da passieren auch einige Kollisionen», erläutert Thomas Lang, Versicherungsexperte der AXA Winterthur. Alleine im Kanton Waadt sind gemäss BFS über 16’000 private Boote registriert – so viele wie sonst nirgends in der Schweiz. «Überraschend ist auf den ersten Blick die hohe Zahl an Unfällen auf dem Zürichsee», so Thomas Lang. Denn Neuenburgersee, Bodensee und Vierwaldstättersee haben allesamt eine grössere Fläche innerhalb der Schweiz, trotzdem geschehen weniger Unfälle. «Die Bevölkerungsdichte rund um den Zürichsee ist sehr hoch. Es sind mehr Boote auf weniger Wasserfläche unterwegs als auf anderen Seen, was die hohe Zahl an Kollisionen erklärt», so Thomas Lang. Rund 10’000 Boote sind im bevölkerungsreichsten Kanton der Schweiz registriert – diese verteilen sich hauptsächlich auf dem Zürichsee mit seiner 89km2 grossen Seefläche.

Bootsunfälle gibt es auch im Winter
Wenig überraschend geschehen mehr als die Hälfte der Bootsunfälle in den Sommermonaten Juni, Juli und August, jeweils ein Fünftel ist es im Frühling und Herbst. Doch auch in der kalten Jahreszeit passieren Kollisionen: In den Wintermonaten werden immerhin rund 7 Prozent aller Bootsunfälle gemeldet. Der unfallreichste Tag ist der Samstag, jeder fünfte Unfall datiert auf diesen Wochentag.

Unfälle mit dem privaten Schiff können teuer werden, gerade, wenn Personen verletzt werden. Die Haftpflichtversicherung für Schäden an fremden Booten und Personen ist deshalb für Boote mit Maschinenantrieb, Segelboote über 15m2 Segelfläche und Mietboote obligatorisch. Eine Kaskoversicherung für Schäden am eigenen Schiff ist freiwillig – jedoch sehr zu empfehlen. Die durchschnittliche Schadenhöhe bei Kollisionsschäden liegt gemäss Zahlen der AXA Winterthur bei rund 3500 Franken. (AXA Schweiz/mc/ps)

Alkohol am Steuer – auch auf See ein No-Go
Seit 2014 gilt die Promillegrenze für Autofahrer auch für Schiffskapitäne. Wer in angetrunkenem Zustand einen Unfall verursacht, macht sich dadurch nicht nur strafbar, sondern riskiert auch, einen Teil des Schadens selber zahlen zu müssen, da der Versicherer bei einer Grobfahrlässigkeit wie bei Alkohol am Steuer Rückgriff auf den Kapitän nehmen kann.

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