Velodiebstahl kostet jährlich 50 Mio Franken

Velo-Diebstahl
Gestohlen wird vermehrt auch aus dem Velokeller. (Bild: AXA Winterthur)

(Foto: AXA Winterthur)

In den Monaten Juni, Juli und August werden gemäss Zahlen der AXA Winterthur rund 45 Prozent mehr Bikes gestohlen als im Durchschnitt. «Bei schönem Wetter sind mehr Leute mit dem Fahrrad unterwegs – entsprechend grösser ist das Angebot für Velodiebe», erklärt Stefan Müller, Leiter Schadensachversicherung bei der AXA Winterthur.

Und die Langfinger machen immer höhere Beute. Lag der durchschnittliche Schadenbetrag 2008 noch bei rund 1000 Franken, sind es heute rund 1300 Franken. Denn neuere Bikes sind häufig teurer als frühere Modelle und für Diebe zudem interessanter. Relativ stabil ist hingegen die Frequenz der Diebstähle über die letzten Jahre – pro 1000 Versicherte werden bei der AXA Winterthur jährlich rund 12 Velodiebstähle gemeldet.

Geringe Aufklärungsrate
Bei rund 38’000 gestohlenen Velos im 2015 (Quelle: BFS) beläuft sich der Schadenbetrag für geklaute Bikes schweizweit auf rund 50 Millionen Franken. Die Chance, sein Bike wiederzusehen, ist dabei gering: Letztes Jahr wurden gerade mal 2,3 Prozent der Diebstähle aufgeklärt.

Der Ärger der Besitzer ist – gerade bei einem lieb gewonnenen Fahrrad – gross. «Wenn möglich sollte ein Velo an einem abschliessbaren oder überwachten Ort parkiert werden», empfiehlt Stefan Müller. Zusätzliche Sicherheit bietet das Festmachen des Velos mit einem Schloss an einem fixen Ort, so dass es nicht einfach abtransportiert werden kann. Wird das Fahrrad gestohlen, sollte der Diebstahl möglichst rasch der Polizei gemeldet werden.

Besonders gefährdet: Biel, Basel, Bern
Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt auf, in welchen Städten Velofahrer sich besonders vor Dieben in Acht nehmen sollten, nämlich in Biel, Basel und Bern. AXA Winterthur-Zahlen bestätigen, dass in diesen Städten das Risiko eines Diebstahls im Vergleich zum Durchschnitt um bis zu 80 Prozent erhöht ist. Auch in Zug kommen rund doppelt so viele Velos weg wie im Schnitt. Weniger Sorgen müssen sich Velofahrer beispielsweise in Lausanne, St. Gallen oder Lugano machen – die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls ist in diesen Ortschaften um bis zu 70 Prozent tiefer als im Schnitt. (AXA Winterthur/mc/ps)

Sicherheit rund ums Bike – so steht es um den Versicherungsschutz

  • Velo-Diebstahl zu Hause ist automatisch über die Hausrat-Versicherung gedeckt
  • Wird das Velo auswärts gestohlen, kommt ebenfalls die Hausrat-Versicherung dafür auf, sofern die Deckung «einfacher Diebstahl auswärts» in der Police mit eingeschlossen ist.
  • Schäden gegenüber Dritten übernimmt die Privathaftpflichtversicherung
  • Es ist auch möglich, sich gegen Beschädigungen am Bike versichern zu lassen. Bei der AXA Winterthur kann zu diesem Zweck die Zusatzdeckung «Erweiterte Deckung von Sport- und Freizeitgeräten» abgeschlossen werden – gerade bei teureren Velos kann sich diese Möglichkeit lohnen

 

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