BAG meldet rückläufige Coronavirus-Ansteckungszahlen

Coronavirus
Prasesh Shiwakoti (Lomash) on Unsplash

Bern – In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 1831 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Vor einer Woche hatte das BAG innerhalb von 24 Stunden noch 2113 neue Coronavirus-Ansteckungen bekanntgegeben.

Gleichzeitig registrierte das BAG am Freitag acht neue Todesfälle und 108 Spitaleinweisungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Vor einer Woche hatte die Behörde sieben Todesfälle und 80 Spitaleinweisungen verzeichnet. Damit legen die Spitaleinweisungen im Gegensatz zu den Infektionszahlen zu.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 75,5 Prozent und rund 28 Prozent der verfügbaren Betten werden momentan von Covid-19-Patienten besetzt.

Impfungen gewinnen an Fahrt
Vom 22. April bis 28. April wurden in der Schweiz 357’624 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht, wie das BAG weiter bekanntgab. Pro Tag wurden damit durchschnittlich 51’089 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 12 Prozent. Insgesamt wurden bis Mittwoch 2’642’062 Impfungen durchgeführt.

Bisher sind 930’199 Personen vollständig geimpft, das heisst 10,8 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Coronavirus-Impfdosen erhalten. Genf weitet derweil im Gegensatz zu anderen Kantonen die Impfung gegen Covid-19 nicht für junge Altersgruppen aus. Vorerst erhalten nur über 45-jährige Personen einen Impftermin, erklärte die Genfer Kantonsapothekerin Nathalie Vernaz-Hegi vor den Medien.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 32’979 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein damit 6’911’371 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 659’974 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

Mehr häusliche Gewalt
Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie machen sich an immer weiteren Stellen bemerkbar. So registrierte die Polizei im Jahr 2020 rund 20’000 Straftaten im Bereich der häuslichen Gewalt, 28 Personen wurden getötet. Mehrere kantonale Polizeistellen meldeten eine Zunahme der Fälle von häuslicher Gewalt im vergangenen Jahr. Dieser Anstieg wird nicht zuletzt mit den Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erklärt.

Daher haben Bund, Kantone und NGOs eine gemeinsame Strategie gegen häusliche Gewalt beschlossen. Mit einer 24-Stunden-Notrufnummer und dem Einsatz von neuen technischen Hilfsmitteln soll häusliche Gewalt effektiver bekämpft werden. Mit diesem Ziel haben auf Einladung von Justizministerin Karin Keller-Sutter alle involvierten Stellen des Bundes, der Kantone und Organisationen der Zivilgesellschaft ein gemeinsames Vorgehen festgelegt.

Doch neben häuslicher Gewalt tritt die Coronavirus-Krise plötzlich noch an ganz anderer Stelle in Erscheinung. Wegen der Pandemie-Massnahmen muss mehr zu Hause gekocht werden und deshalb werden Schweizer Speise-Kartoffeln knapp. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) erhöht deshalb das Import-Kontingent vorübergehend. (awp/mc/pg)

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