BAKBASEL: Eine schwarze Null für den Schweizer Detailhandel im 2013

Konjunktur
(SP-PIC - Fotolia.com)

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Basel – Nach dem dynamischen Jahr 2012 hat sich die Nachfrage im Schweizer Detailhandel 2013 markant abgekühlt. Die realen Umsätze stiegen noch um 1.4 Prozent, nach 3.2 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig schwächte sich der jährliche Preiszerfall erstmals seit dessen Einsetzen im Jahr 2009 ab. Neben einem leichten Rückgang der Negativteuerung im Non-Food-Sektor wurde im Bereich Food die Trendwende zu wieder steigenden Preisen vollzogen.

Insgesamt fiel das Preisniveau 2013 um 1.1 Prozent. Damit resultierte ein nominaler Gesamtumsatz nur leicht über dem Niveau von 2012 (+0.3%). Im laufenden Jahr 2014 führen die leicht besseren konjunkturellen Rahmenbedingungen zu einer Beschleunigung des Nachfragewachstums, während sich die Preisabschläge weiter abschwächen. Wertmässig rechnet BAKBASEL für den Schweizer Detailhandel für 2014 nach vier Jahren wieder mit einem Umsatzplus von über einem Prozent.

Bilanz 2013: Non-Food-Bereich erneut im Minus – Food-Sektor kann Wachstum beschleunigen
In den Kassen der Schweizer Detailhändler blieb im Jahr 2013 nicht viel mehr liegen als 2012. Die nominalen Umsätze stiegen auf Jahresbasis um 0.3 Prozent an. Ursache für das verhaltene Wachstum war zum einen eine Abschwächung der Nachfragedynamik. Aufgrund einer Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notierten die realen Umsätze gegenüber dem Vorjahr trotz einer Nettozuwanderung von rund 80‘000 Personen um lediglich 1.4 Prozent im Plus. Zum anderen trug der anhaltende Preiszerfall zum unterdurchschnittlichen wertmässigen Umsatzwachstum bei (-1.1% ggü. Vorjahr).

Die Segmente entwickelten sich unterschiedlich: Während im Food-Sektor dank wieder deutlich steigender Preise das nominale Umsatzwachstum auf 2.5 Prozent beschleunigt werden konnte, verursachten erneut hohe Preisabschläge im Non-Food-Bereich einen markanten Rückgang der wertmässigen Umsätze (-1.9% ggü. Vorjahr).

Wirtschaftliches Umfeld 2014: Konjunkturelle Rahmenbedingungen hellen sich leicht auf
BAKBASEL schätzt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2014 gegenüber 2013 als leicht vorteilhafter für den Schweizer Detailhandel ein. Ein wichtiger Wachstumstreiber für den Detailhandel bleibt nach wie vor die hohe Nettozuwanderung. Leicht positive Impulse sind von Seiten der Arbeitsmarktentwicklung, der Konsumentenstimmung und dem Tourismus zu erwarten. Dämpfend dürfte hingegen die Einkommensentwicklung wirken. Nach wie vor unterstützt das tiefe Zinsniveau die Konsumtätigkeit in der Schweiz, während mit Kaufkraftabflüssen ins nahegelegene Ausland in der gleichen Grössenordnung wie 2013 zu rechnen ist.

Prognosen 2014: Non-Food-Sektor kann Phase des Umsatzrückgangs beenden
Für das Jahr 2014 rechnet BAKBASEL mit einem Wachstum der nominalen Umsätze im Schweizer Detailhandel von 1.3 Prozent. Dies entspricht der höchsten Zunahme seit dem Jahr 2010. Die Beschleunigung begründet sich grösstenteils im höheren Nachfragewachstum (+2.1% ggü. Vorjahr). Jedoch trägt auch der weiter abflachende Preiszerfall (-0.8% ggü. Vorjahr) zum höheren Wachstumstempo bei den wertmässigen Umsätzen bei. Die Steigerung der Nachfragedynamik erfasst insbesondere den Non-Food-Sektor. Zusammen mit einer weiteren Senkung der Preisabschläge dürfte dieser nach drei Jahren des Rückgangs nominale Umsätze auf Vorjahresniveau verbuchen (-0.1% ggü. Vorjahr). Im Food-Sektor kann das Wachstumstempo von 2013 gehalten werden (+2.6% ggü. Vorjahr). (BAK/mc/hfu)

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