Baupreise nach wie vor stabil

Immobilien
(Foto: C. Schiller - Fotolia.com)

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Neuenburg – Zwischen Oktober 2013 und April 2014 sind die Baupreise praktisch stabil geblieben (-0,2%). Dies besagt der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Baupreisindex. Diese Entwicklung ist das Ergebnis eines unveränderten Preisniveaus im Hochbau (+0,0%) und eines leichten Rückgangs im Tiefbau (-0,9%). Während das Arbeitsvolumen im Bausektor nach wie vor hoch ist, bleiben die Preise dadurch, dass die Unternehmen die Zukunft als ungewiss empfinden, unter Druck. Innert Jahresfrist hat der Bausektor einen Preisanstieg von 0,4 Prozent verzeichnet (+0,5% im Hochbau; -0,1% im Tiefbau).

Stabilität im Hochbau, Rückgang im Tiefbau
Zum Hochbau gehören der Bau von Mehrfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern aus Holz, Einfamilienhäusern, Bürogebäuden und Lagerhallen sowie die Renovation von Mehrfamilienhäusern und Bürogebäuden. Dieser Sektor wies zwischen Oktober 2013 und April 2014 unveränderte Preise auf (+0,0%). Das Ergebnis widerspiegelt die in den meisten Positionen festgestellte Preisstabilität. Zu den Ausnahmen mit einem Preisanstieg zählen die Sanitäranlagen (+3,4%), zu jenen mit einem Preisrückgang die Baurisikoversicherungen (-5,8%).

Der Tiefbausektor umfasst die Ergebnisse des Neubaus von Strassen, Unterführungen und Lärmschutzwänden. Die Preise in diesem Sektor gingen zwischen Oktober 2013 und April 2014 leicht zurück (-0,9%). Bei allen Posten ausser den Honoraren (+0,9%) wurde ein Preisrückgang verzeichnet. Die deutlichsten Abnahmen wiesen der Oberbau (-2,3% für Strassen und -2,8% bei den Kunstbauten) sowie die Stahlbetonarbeiten (-2,4% für Strassen und -1,6% bei den Kunstbauten) auf.

Preisentwicklung nach Bauwerksart
Im Hochbau wurden die deutlichsten Preisentwicklungen beim Neubau von Einfamilienhäusern (+0,6%) und beim Neubau von Bürogebäuden (-1,1%) verzeichnet.

Im Tiefbau gingen die Preise beim Neubau von Unterführungen aus Stahlbeton am stärksten zurück (-1,7%).

Preisentwicklung in den Grossregionen
Im Hochbau reichen die Preisentwicklungen von -0,7 Prozent in der Zentralschweiz und in der Ostschweiz bis zu +1,2 Prozent in der Nordwestschweiz. Diese Grossregionen verzeichnen auch im Jahresvergleich die tiefsten bzw. höchsten Werte (Zentralschweiz: -0,5%, Nordwestschweiz: +1,6%).

Im Tiefbau liegen die Preisentwicklungen in einer Spannweite von -2,5 Prozent (Zürich) bis +1,9 Prozent (Nordwestschweiz). Im Jahresvergleich weisen das Tessin (-1,8%) und die Nordwestschweiz (+3,3%) die deutlichsten Preisrückgänge bzw. -anstiege auf.

Preisentwicklung nach Gebäudekategorie
Im Berichtshalbjahr sind die Baupreise für Gebäude mit Wohnnutzung leicht angestiegen (+0,2%), während jene für Gebäude ohne Wohnnutzung etwas zurückgegangen sind (-0,5%). (BFS/mc/ps)

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