Belimo macht bei Rekordumsatz deutlich mehr Gewinn

Lars van der Haegen
Lars van der Haegen, CEO Belimo. (Foto: zvg)

Hinwil – Das Industrieunternehmen Belimo hat im Geschäftsjahr 2021 dank eines Rekordumsatzes deutlich mehr verdient. Sowohl der Betriebs- als auch der Reingewinn nahmen um rund einen Drittel zu. Die Dividende soll in der Folge erhöht werden.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 16 Prozent auf 765,3 Millionen Franken, wie bereits seit Januar bekannt war. Nun liefert der Hersteller von Antrieben, Ventilen und Sensoren für die Klimatechnik die Gewinnziffern nach. Der operative Gewinn (EBIT) nahm zum Umsatz überproportional um über einen Drittel auf 145,4 Millionen Franken zu und die entsprechende Marge um 2,7 Prozentpunkte auf 19,0 Prozent.

Globalen Engpässen in den Lieferketten zum Trotz habe man einmal mehr eine «operative Höchstleistung» vollbracht, teilte Belimo am Montag mit. Unter schwierigen Bedingungen sei eine hohe Liefertermintreue erzielt worden und dank einer weitsichtigen Lagerhaltung und der Flexibilität der Mitarbeitenden und Lieferanten sei aus der zusätzlichen Nachfrage Umsatz generiert worden.

Dividende wird erhöht
Der Reingewinn kletterte ebenfalls um einen Drittel auf 115,5 Millionen Franken in die Höhe. Entsprechend soll mit 8,50 Franken je Aktie auch 1 Franken mehr Dividende ausbezahlt werden als von einem Jahr. Mit den vorgelegten Zahlen hat Belimo die Erwartungen der Analysten beim operativen Gewinn leicht übertroffen, beim Reingewinn dagegen knapp verpasst.

Mit Blick auf die geografischen Märkte ergab sich ein zweistelliges Wachstum in allen drei globalen Weltregionen. In Europa, wo knapp die Hälfte der Verkäufe erwirtschaftet werden, stieg der Umsatz um knapp 16 Prozent, in Amerika um gut 18 Prozent und in Asien um über 14 Prozent.

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021 heisst es, dass nach einem robusten Wachstum der Weltwirtschaft 2021 davon auszugehen sei, dass auch 2022 von einem überdurchschnittlichen Erholungswachstum geprägt sein werde. Die Engpässe in der Lieferkette hätten allerdings zu einem Anstieg der Beschaffungskosten geführt, was über Preisanpassungen weitergegeben werden müsse. Deshalb sei im laufenden Geschäftsjahr mit einer ausserordentlichen inflationären Wachstumskomponente zu rechnen.

Die Risiken hätten sich zudem mit dem Krieg in der Ukraine erhöht. Unmittelbare Auswirkungen erwartet Belimo lediglich auf die Umsätze der Vertriebsgesellschaften in der Ukraine und Russland. Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft und für den Heizungs-, Lüftungs- und Klimamarkt seien indes nicht abzuschätzen.

Dennoch stellt das Unternehmen für 2022 ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im Rahmen des Fünfjahresdurchschnitts in Aussicht. (awp/mc/ps)

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