Beschäftigungswachstum hält im 2. Quartal an

Gesundheitswesen
Besonders gesucht sind Pflegefachleute. (Foto: spotmatikphoto - Fotolia.com)

Neuenburg – In der Schweiz ist die Gesamtbeschäftigung (Stellen) im 2. Quartal im im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,6 und im Vergleich zum Vorquartal um 0,2% gestiegen. In Vollzeitäquivalenten nahm die Beschäftigung im selben Zeitraum um 0,1% Prozent ab. Die anderen Indikatoren entwickelten sich positiv. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.

Gemäss der Beschäftigungsstatistik zählte die Schweiz im 2. Quartal 2016 insgesamt 4,903 Millionen Beschäftigte im sekundären und tertiären Sektor. Im sekundären Sektor nahm die Beschäftigung um 1,0 ab, während im tertiären Sektor eine Zunahme um 1,1% zu beobachten war.

In Vollzeitäquivalenten belief sich das Beschäftigungsvolumen insgesamt auf 3,839 Millionen Beschäftigte. Während sich der sekundäre Sektor rückläufig entwickelte (-1,2%), stieg die Beschäftigung im tertiären Sektor um 0,3% an. Diese Entwicklung verlief anders als jene der Gesamtbeschäftigung, da bei der Vollzeitbeschäftigung eine Abnahme von 30’000 Stellen (-1,0%) und bei der Teilzeitbeschäftigung eine Zunahme von 59’000 Stellen (+3,2%) zu verzeichnen war. Bei den saisonbereinigten Werten stieg die totale Beschäftigung im Vergleich zum Vorquartal leicht um 0,2% an. Im sekundären Sektor nahm sie gegenüber dem Vorquartal um 0,2% zu, während sie im tertiären Sektor um 0,3 anstieg.

Rückgang im sekundären Sektor
Im sekundären Sektor war das Beschäftigungswachstum sowohl im Abschnitt «Verarbeitendes Gewerbe» (-1,3%) wie auch im «Baugewerbe» (-0,7%) rückläufig. Im tertiären Sektor entwickelte sich die Mehrheit der Wirtschaftsabschnitte positiv, am deutlichsten zeigte sich das im «Gesundheits- und Sozialwesen» (+3,3%). Einen Beschäftigungsrückgang meldete hingegen unter anderem der «Handel» (-0,8%).

Unterschiedliche Lage nach Sektoren und Regionen
Im 2. Quartal 2016 konnte in sämtlichen Grossregionen ein Beschäftigungswachstum im Jahresvergleich beobachtet werden, wobei das Tessin den höchsten prozentualen Anstieg verzeichnete (+2,1%). Im sekundären Sektor verzeichneten vier Grossregionen Rückgänge zwischen 0,9 (Espace Mittelland) und 2,9% (Zürich). Der tertiäre Sektor vermeldete in allen Grossregionen einen Anstieg der Beschäftigten zwischen 0,2 (Zentralschweiz) und 3,6% (Tessin).

Zunahme bei den offenen Stellen
In der gesamten Wirtschaft wurden 900 offene Stellen mehr gezählt als im entsprechenden Vorjahresquartal (+1,6%). Die Zunahme konnte jedoch nur im tertiären Sektor beobachtet werden (+3,4%), während im sekundären Sektor die Zahl der offenen Stellen abnahm (-4,2%). Die Quote der offenen Stellen entsprach im Total einem Anteil von 1,1 Prozent (1,0% im sekundären und 1,2% im tertiären Sektor).

Stabile Beschäftigungsaussichten
Die Unternehmen, welche den Personalbestand im nächsten Quartal beibehalten wollen, repräsentieren im 2. Quartal 2016 69,1 Prozent der Gesamtbeschäftigung. Diejenigen Unternehmen, die eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl planen, vertreten 8,1% Prozent der Beschäftigten und jene, welche einen Beschäftigungsabbau beabsichtigen, 4,0% Prozent. Der Indikator der Beschäftigungsaussichten, der aus diesen Angaben berechnet wird, ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen (1,03; +0,4%). Sowohl im sekundären wie auch im tertiären Sektor sowie auch in allen Grossregionen weist der Indikator der Beschäftigungsaussichten einen Wert von 1,00 oder höher aus. Die Mehrheit der Betriebe schaut demnach positiv in die Zukunft.

Weniger Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal
Die Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung von gelernten Arbeitskräften haben im Vergleich zum Vorjahresquartal erneut abgenommen (-2,3%). (BFS/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.