Bevölkerungswachstum 2019 stabil bei 0,7% geblieben

Bevölkerungswachstum 2019 stabil bei 0,7% geblieben
(Symbolbild)

Neuenburg – Die definitiven Ergebnisse der Statistik der Bevölkerung und Haushalte des Bundesamtes für Statistik (BFS) bestätigen die Trends, die sich bereits in den im April publizierten provisorischen Zahlen abgezeichnet haben. Die Bevölkerung der Schweiz wuchs 2019 im Vergleich zu 2018 um 0,7% und erreichte Ende 2019 8,6 Millionen Personen. In fast allen Kantonen nahm die Bevölkerung zu. Lediglich in den Kantonen Tessin, Nidwalden, Neuenburg und Appenzell Innerrhoden wurde eine Abnahme verzeichnet. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung lebt im Raum mit städtischem Charakter. Nahezu die Hälfte der Kantone weist mehr ältere als junge Menschen auf.

Die Bevölkerung der Schweiz belief sich per 31. Dezember 2019 auf 8’606’000 Personen, gegenüber 8’544’500 ein Jahr zuvor (+0,7%). Wie bereits 2018 wurde damit eine der schwächsten Zunahmen der letzten zehn Jahre verzeichnet. Die Kantone Zürich (+1,2%), Aargau und Thurgau (je +1,1%), Freiburg (+1,0%), Genf und Luzern (je +0,9%) sowie Schwyz und Solothurn (je +0,8%) registrierten ein stärkeres Bevölkerungswachstum als die Gesamtschweiz. Lediglich in den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Neuenburg, Nidwalden und Tessin gingen die Einwohnerzahlen zurück (–0,1%; –0,2%; –0,3% bzw. –0,5%).

Weniger Ein- und Auswanderungen
Das Bevölkerungswachstum auf nationaler Ebene ist auf die internationalen Migrationsströme und den Geburtenüberschuss zurückzuführen. 2019 verzeichnete die Schweiz 169’600 Einwanderungen sowie 126’200 Auswanderungen (schweizerische und ausländische Staatsangehörige). Der Wanderungssaldo ist nach wie vor positiv (+43 400), doch im Vergleich zu 2018 wurde sowohl bei den Einwanderungen als auch bei den Auswanderungen eine Abnahme registriert (–0,3% bzw. –3,1%). Der Geburtenüberschuss, d.h. die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen, belief sich auf 18’400 Personen und war im Vorjahresvergleich ebenfalls rückläufig (–11,4%).

Bevölkerungsgewinn oder -verlust durch Binnenwanderung
Ein weiterer Faktor der Bevölkerungsentwicklung auf Ebene der Kantone und der Gemeinden ist die Binnenwanderung. 2019 belief sich die Binnenwanderung auf 517’700 Weg- und Zuzüge, was im Vergleich zu 2018 (517’200) einer Zunahme von +0,1% entspricht. Den grössten Bevölkerungszuwachs durch die Binnenwanderung registrierten 2019 die Kantone Freiburg, Wallis und Aargau, den deutlichsten Bevölkerungsrückgang Neuenburg, Basel-Stadt und Nidwalden.

In nahezu der Hälfte der Kantone leben mehr ältere als junge Menschen
2019 war der Anteil der jungen Menschen zwischen 0 und 19 Jahren (20,0%) in der Schweiz nach wie vor höher als jener der älteren ab 65 Jahren (18,7%). In zwölf Kantonen war das Verhältnis hingegen umgekehrt, namentlich in Basel-Stadt (Trendwende vor 1981), Tessin (2006), Schaffhausen (2009), Basel-Landschaft (2011), Bern (2012), Graubünden (2013), Nidwalden (2015), Glarus (2016), Solothurn (2017), Uri (2018), Jura und Wallis (2019).

Vorwiegend städtische Bevölkerung
2019 lebten 85% der Bevölkerung der Schweiz im Raum mit städtischem Charakter. Die Hälfte dieser 7’297’200 Personen wohnte in einer der sechs grössten Agglomerationen der Schweiz, d.h. Zürich (1’401’800), Genf (603’200), Basel (552’900), Lausanne (427’900), Bern (422’100) und Luzern (233 500).

Seit Langem in der Schweiz ansässige ausländische Bevölkerung
Die Zahl der ständig in der Schweiz wohnhaften ausländischen Staatsangehörigen belief sich Ende 2019 auf 2’175’400 Personen (2018: 2’148’300). 1’232’900 von ihnen (57%) sind bereits seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz oder wurden in der Schweiz geboren.

1’804’400 der in der Schweiz lebenden Ausländerinnen und Ausländer sind europäischer Herkunft (83%). Zwei Drittel von ihnen stammen aus Italien (321’300), Deutschland (307’400), Portugal (260’100), Frankreich (138’900) und dem Kosovo (112’800). Die übrigen 371’000 Ausländerinnen und Ausländer kommen aus Asien (8%), Afrika (5%) und Amerika (4%). (BFS/mc/ps)

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