Krankenversicherung: Prämien-Index für 2014 leicht rückläufig

Krankenkasse
(Foto: 18percentgrey - Fotolia.com)

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Neuenburg – Der Krankenversicherungsprämien-Index (KVPI) verzeichnete für das Prämienjahr 2014 eine insgesamt rückläufige Entwicklung von -0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang ist auf den teilweise starken Rückgang im Zusatzversicherungs-geschäft zurückzuführen. Auf der Basis 1999=100 erreichte der KVPI damit einen Indexstand von 169,0 Punkten. Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete KVPI erfasst die Prämienentwicklung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und der Krankenzusatzversicherung.  

Anhand des KVPI lässt sich die Auswirkung der Prämienentwicklung auf das Wachstum des verfügbaren Einkommens schätzen. Gemäss der KVPI-Modellrechnung beeinflussten die 2014 im Durchschnitt leicht sinkenden Prämien das Wachstum des verfügbaren Durchschnittseinkommens um 0,1 Prozentpunkte.

Grundversicherung
Die Prämien für die Krankengrundversicherungen sind 2014 um 2,4 Prozent gestiegen und erreichten damit einen Indexstand von 187,4 Punkten (Basis 1999=100). Diese Schätzung entspricht der Prämienentwicklung des gesamten Versichertenbestandes im Durchschnitt.

Zusatzversicherung
Die vom BFS erhobenen Prämien für die Krankenzusatzversicherungen sanken 2014 um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei sanken die Prämien der allgemeinen Spitalzusatzversicherung um 26,9 Prozent, jene der halbprivaten um 3,3 Prozent und der privaten Spitalzusatzversicherung um 2,7 Prozent. Für die Zusatzversicherung insgesamt ergibt dies für das Prämienjahr 2014 einen Indexstand von 129,9 Punkten (Basis 1999=100).

Totalindex
Fasst man die Prämienentwicklung der Grund- und Zusatzversicherung zusammen, erreicht der KVPI-Totalindex im Prämienjahr 2014 einen leicht tieferen Indexstand von 169,0 Punkten (Basis 1999=100 Punkte) und verzeichnet somit eine rückläufige Prämienentwicklung von insgesamt 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Einfluss der Prämienentwicklung auf das verfügbare Einkommen
Prämienerhöhungen belasten – ähnlich wie höhere Steuern oder andere Versicherungsbeiträge – das Budget der privaten Haushalte. Zur Messung dieses Effekts bietet sich der Einfluss auf das verfügbare Einkommen an. Es entspricht dem Einkommen (Erwerbseinkommen, Zinsen, Renten, Rückerstattungen und Verbilligungen der Versicherungen und sonstige Einkommen) abzüglich der so genannten Transferzahlungen (beispielsweise Steuern, Sozial- und sonstige Versicherungsbeiträge) – also dem Betrag, der effektiv für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht.

Die Entwicklung der Krankenversicherungsprämien hatte gemäss der BFS-Schätzung einen positiven Einfluss auf das potenzielle Wachstum des geschätzten verfügbaren Durchschnittseinkommens zwischen 2013 und 2014 um 0,1 Prozentpunkte. Wären die Prämien im gleichen Zeitraum stabil geblieben, hätte dieses Geld den Haushalten nicht für Konsum- oder Sparzwecke zur Verfügung gestanden. (BFS/mc/ps)

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