BFS: Logiernächte gehen im Februar knapp 8% zurück

Hotel-Empfang

Gäste aus Asien und insbesondere aus den Golfstaaten kommen häufiger in die Schweiz.

Neuenburg – Die Schweizer Hotelbetriebe haben im Februar 2011 insgesamt rund 3,0 Mio Logiernächte verzeichnet, was gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat einer Abnahme um 7,7% bzw. um 249’000 Logiernächte entspricht. Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verbuchten die ausländischen Gäste 1,6 Mio Logiernächte.

Damit wiesen die ausländischen Gäste einen Rückgang von 8,6% (-152’000 Logiernächte) auf. Rund 1,4 Mio Logiernächte gingen auf das Konto der inländischen Gäste (-6,6% bzw. -98’000 Logiernächte).

Deutlich weniger Gäste aus europäischem Ausland
Die Gäste aus Europa (ohne Schweiz) registrierten ein Minus von 178’000 Logiernächten (-12%) gegenüber Februar 2010. Deutschland verzeichnete mit einem Rückgang von 89’000 Einheiten (-18%) die deutlichste absolute Abnahme des Kontinents sowie aller ausländischer Herkunftsländer. Es folgen Belgien (-41’000 Logiernächte/-41%), die Niederlande (-26’000/-18%) und Italien (-14’000/-15%). Der relativ tiefe Wechselkurs der europäischen Einheitswährung gegenüber dem Schweizer Franken könnte eine Erklärung für den Logiernächterückgang bei den Gästen aus einigen Ländern der Eurozone sein, meint das BFS. Auch für Grossbritannien wurden weniger Logiernächte notiert (-11’000/-5,2%), demgegenüber verbuchte Russland eine Zunahme um 4’300 Einheiten (+12%).

Schweiz bei Reisenden aus Golfstaaten beliebt
Die Nachfrage aus dem asiatischen Kontinent erhöhte sich um 16’000 Logiernächte (+15%). Die grösste absolute Zunahme ging dabei laut den BFS-Angaben auf das Konto der Golfstaaten mit +3’500 Logiernächten (+21%), gefolgt von Japan mit 2500 zusätzlichen Logiernächten (+17%). China (ohne Hongkong) verzeichnete ebenfalls ein Logiernächteplus (+2100/+9,3%). Die Nachfrage aus dem amerikanischen Kontinent erhöhte sich um 9’100 Logiernächte, was einer Steigerung um 8,3% entspricht. Die USA legten um 6’700 Logiernächte (+8,8%) zu und wiesen damit das stärkste absolute Wachstum des Kontinents und aller Herkunftsländer auf. Es folgt Kanada mit 3’100 zusätzlichen Logiernächten (+23%). Die beiden Kontinente Ozeanien und Afrika verzeichneten Zunahmen um 940 (+9,2%) und 970 (+5,2%) Logiernächte.

Tourismusregion Graubünden unter Druck

Unter den Tourismusregionen registrierte Graubünden mit einem Minus von 108’000 Logiernächten (-13%) den deutlichsten absoluten Rückgang. Von Januar bis Februar 2011 kumuliert sich die Zahl der Logiernächte auf 5,9 Mio, was einer Abnahme von 3,4% (-205’000 Logiernächte) gegenüber derselben Vorjahresperiode entspricht. Die ausländische Nachfrage registrierte 3,2 Mio Logiernächte und damit einen Rückgang um 4,4% (-146’000 Einheiten). Die Schweizer Gäste verzeichneten 2,7 Mio Logiernächte, was einer Abnahme um 2,2% (-59’000 Einheiten) entspricht. (awp/mc/ps)

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