BFS: Zahl der Erwerbstätigen steigt um 2,0 Prozent

BFS: Zahl der Erwerbstätigen steigt um 2,0 Prozent

Neuenburg – Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz ist im 3. Quartal 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 2,0 Prozent gestiegen. Bei der Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) war im gleichen Zeitraum eine leichte Abnahme von 4,9 auf 4,8 Prozent zu verzeichnen. In der EU ist die Erwerbslosenquote von 8,9 auf 8,2 Prozent gesunken. Dies sind einige Ergebnisse der Erhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Die Schweiz zählte im 3. Quartal 2016 insgesamt 5,051 Millionen Erwerbstätige, d.h. 2,0 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Die Zahl der erwerbstätigen Männer stieg um 2,1 Prozent, jene der Frauen um 1,9 Prozent. Saisonbereinigt belief sich die Zunahme der Erwerbstätigenzahl zwischen dem 2. und dem 3. Quartal 2016 auf 0,5 Prozent. In Vollzeitäquivalenten (VZÄ) betrug der Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal 2,1 Prozent (Männer: +2,2%; Frauen: +1,9%).

Schweizerische und ausländische Arbeitskräfte
Zwischen dem 3. Quartal 2015 und dem 3. Quartal 2016 stieg die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte stärker an als jene der schweizerischen Arbeitskräfte (Ausländer/innen: +2,5% auf 1,555 Millionen; Schweizer/innen: +1,9% auf 3,496 Millionen). Am stärksten nahm die Anzahl ausländischer Arbeitskräfte bei den Grenzgängerinnen und Grenzgängern zu (Ausweis G: +3,4%), gefolgt von den Erwerbstätigen mit Niederlassungsbewilligung (Ausweis C: +2,9%) und den Erwerbstätigen mit Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B oder L, seit mindestens 12 Monaten in der Schweiz: +2,0%). Die Zahl der Erwerbstätigen mit Kurzaufenthaltsbewilligung ging hingegen zurück (Ausweis L, seit weniger als 12 Monaten in der Schweiz: -5,4%).

Erwerbslosigkeit in der Schweiz und in Europa
Im 3. Quartal 2016 waren in der Schweiz gemäss Definition des ILO 237’000 Personen, d.h. gleich viel wie im Jahr zuvor, erwerbslos. Der Anteil der Erwerbslosen an der Erwerbsbevölkerung lag bei 4,8 Prozent, verglichen mit 4,9 Prozent im 3. Quartal 2015. Saisonbereinigt blieb die Erwerbslosenquote im Vergleich zum vorangehenden Quartal stabil (2. und 3. Quartal 2016: 4,6%), nachdem sie zwischen dem 1. und 2. Quartal 2016 zurückgegangen war.
Zwischen dem 3. Quartal 2015 und dem 3. Quartal 2016 ging die Erwerbslosenquote sowohl in der Europäischen Union (EU28: von 8,9% auf 8,2%) als auch in der Eurozone zurück (EZ19: von 10,3% auf 9,6%).

Jugenderwerbslosigkeit
In der Schweiz ist die Jugenderwerbslosenquote gemäss ILO (15- bis 24-Jährige) zwischen dem 3. Quartal 2015 und dem 3. Quartal 2016 von 10,6 auf 11,0 Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum sank die Jugenderwerbslosenquote sowohl in der Europäischen Union (EU28: von 19,9% auf 18,0%) als auch in der Eurozone (EZ19: von 21,9% auf 20,0%).

Erwerbslosigkeit nach verschiedenen Merkmalen
Die Erwerbslosenquote gemäss ILO blieb zwischen dem 3. Quartal 2015 und dem 3. Quartal 2016 bei den 25- bis 49-Jährigen unverändert (4,3%), während sie bei den 50- bis 64-Jährigen zurückging (von 4,0% auf 3,8%). Bei den Männern war eine Abnahme (von 4,7% auf 4,5%), bei den Frauen eine Stagnation (5,2%) zu verzeichnen. Während die Erwerbslosenquote bei den Schweizerinnen und Schweizern stabil bei 3,6 Prozent blieb, ging sie bei den Ausländerinnen und Ausländern zurück (-0,4 Prozentpunkte auf 8,2%). Im 3. Quartal 2016 betrug die Erwerbslosenquote bei den EU28-/EFTA-Staatsangehörigen 6,9 Prozent und bei den Staatsangehörigen aus Drittstaaten 11,6 Prozent.

Dauer der Erwerbslosigkeit
Zwischen dem 3. Quartal 2015 und dem 3. Quartal 2016 ging die Zahl der Langzeiterwerbslosen gemäss ILO (1 Jahr oder länger erwerbslos) leicht zurück (von 93’000 auf 92’000 Personen). Auch der Anteil der Langzeiterwerbslosen an allen Erwerbslosen nahm ab; er verringerte sich von 39,2 auf 38,8 Prozent. Die Mediandauer der Erwerbslosigkeit stieg von 243 auf 249 Tage.

Teilzeitarbeit und Unterbeschäftigung
Die Zahl der Teilzeiterwerbstätigen belief sich im 3. Quartal 2016 auf 1,663 Millionen (+43’000 im Vergleich zum Vorjahresquartal). Darunter befanden sich 332’000 Unterbeschäftigte, d.h. Personen, die mehr arbeiten möchten und kurzfristig verfügbar sind. Die Unterbeschäftigungsquote betrug im 3. Quartal 2016 insgesamt 6,8 Prozent und lag damit leicht tiefer als im 3. Quartal 2015 (7,0%). (BFS/mc/ps)

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