Halbjahresergebnis der BLS fällt bescheiden aus

Halbjahresergebnis der BLS fällt bescheiden aus

Bernard Guillelmon, CEO BLS.

Bern – Das Berner Bahnunternehmen BLS hat trotz höherer Leistung im Halbjahr 2012 ein schlechteres Konzernergebnis erzielt: Im Vergleich zur Vorjahresperiode sank dieses um 38 Prozent auf 2,9 Mio CHF. Der Rückgang ist auf gestiegene Kosten im Kerngeschäft zurückzuführen.

Das positive Konzernergebnis resultierte nur dank den guten Abschlüssen der Tochterunternehmen BLS Netz AG und Busland AG, schreibt die BLS in einer Mitteilung vom Mittwoch. Das finanzielle Ergebnis in den Bereichen Bahn, Schiff und Autoverlad lag wesentlich unter dem Vorjahr. Die vorgesehenen Effizienzsteigerungen, die von der BLS diesen April kommuniziert worden waren, konnten laut dem BLS nicht im gewünschten Tempo realisiert werden. Der Betriebsertrag stieg um 1,6% gegenüber der Vorjahresperiode auf 455,6 Mio CHF – bei einem Betriebsaufwand von 440 Mio CHF (+1,5%).

Mehr Passagiere, weniger Güter
Das schlechte Ergebnis kam zustande, obwohl die BLS erneut mehr Reisende transportiert hatte. Im Vergleich zum Halbjahr 2011 verzeichnete die Bahn einen Zuwachs von 5,8% auf 449,8 Mio Personenkilometer. In der Schifffahrt stieg das Passagieraufkommen um 9,7% auf 271’000 Personen. Im Güterverkehr dagegen konnte die BLS Cargo im ersten Halbjahr 2012 das Verkehrsvolumen gegenüber dem Vorjahr nicht halten. Die Leistung sank um 14,1%. Grunde dafür seien die Abschwächung der Konjunktur im Euroraum sowie die baulich bedingten Einschränkungen der Simplonachse, heisst es in der Mitteilung.

Rückläufig war auch die Leistung im Autoverlad (-5,7%). Bereits im August hatte das BLS ein Sparpaket in der Höhe von 50 Mio CHF bekanntgegeben. Im laufenden Jahr sollen die Kosten bereits um 12 Mio CHF gesenkt werden. Nicht mehr ausgeschlossen wird auch ein Personalabbau. Wo das Bahnunternehmen den Rotstift konkret ansetzen will, ist vorderhand noch offen. Zu kämpfen hat auch die SBB. Ihr Konzernergebnis sank im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 27 Mio CHF auf 139,5 Mio CHF. Am grössten war der Ergebnisrückgang beim Personenverkehr. (awp/mc/hfu) 

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