Bucher mit 15 Prozent mehr Umsatz im Gesamtjahr

Bucher-CEO Philip Mosimann.

Niederweningen – Der Landmaschinen- und Anlagenbauer Bucher hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz trotz Frankenstärke deutlich gesteigert. Das Unternehmen profitierte von der starken Nachfrage nach spezialisierten Landmaschinen und Ausrüstungen für die Glasbehälterindustrie. Auch der Aufschwung im Markt für hydraulische Systemlösungen habe sich fortgesetzt. Allerdings flachte diese Entwicklung gegen Ende Jahr ab.

Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr sind für Bucher wegen der massiven Verschuldung der Industrienationen in Europa und den USA sowie der Instabilität des Euroraums mit Unsicherheiten behaftet. Es seien aber auch positive Tendenzen in den Absatzmärkten erkennbar. Das Unternehmen sei daher «vorsichtig optimistisch».

Zweistelliges Wachstum trotz Frankenstärke
Insgesamt legte der Jahresumsatz um 15% Prozent auf 2,34 Mrd CHF zu. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte ergab sich ein Plus von 22%. Der negative Währungseffekt wird auf 12% beziffert. Der Auftragseingang zog um 17% auf 2,59 Mrd an, entsprechend einer währungs- und akquisitionsbereinigten Zunahme von 25%. Der Auftragsbestand lag mit 923 Mio um 39% über dem Vorjahreswert. Damit hat damit Bucher die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die grösste Division, die Kuhn Group, habe im Berichtsjahr von den guten Bedingungen in den Hauptmärkten West-, Zentral- und Osteuropa sowie USA und Brasilien profitiert. Der Umsatz zog um 21% auf 1,03 Mrd CHF an und der Auftragseingang übertraf mit 1,17 Mrd den Vorjahreswert um 20%. Die Akquisition der amerikanischen Krause Corporation habe zu dieser Steigerung beigetragen, so Bucher.

Nachfrage nach Kommunalfahrzeugen «überraschend stabil»
Bucher Municipal erhöhte den Umsatz um 1,9% auf 378 Mio CHF, der Auftragseingang zog um 15% auf 449 Mio an. Die Kommunen hätten trotz der Verschuldung der öffentlichen Hand ihr Investitionsverhalten kaum verändert. Die Nachfrage nach Kommunalfahrzeugen habe sich daher «überraschend stabil» entwickelt. Preis- und Wettbewerbsdruck seien indes hoch geblieben. Bucher Hydraulics verbuchte mit 399 Mio CHF 7,5% mehr Umsatz, der Auftragseingang ging um 5,1% auf 387 Mio hoch. Die beiden Schweizer Werke seien mit ihrem sehr hohen Exportanteil von rund 90% dem starken Schweizer Franken besonders ausgesetzt gewesen, heisst es hier.

Emhart Glass mit Umsatzsprung
Emhart Glass verkaufte 33% mehr und erreichte einen Umsatz von 345 Mio CHF und der Auftragseingang legte um 25% auf 358 Mio zu. Zur guten Entwicklung habe neben einer generellen Nachfragesteigerung ein Grossauftrag über 40 Mio von Hindustan National Glass beigetragen. Dieser wurde knapp zur Hälfte im Berichtsjahr ausgeliefert. Das Joint Venture Sanjin in China trug 27 Mio zum Umsatz bei. Bucher Specials erreichte ein Umsatzplus von 7,3% auf 201 Mio sowie ein Auftragsplus von 11% auf 208 Mio. Hier habe bei den Weinproduktionsanlagen ein teilweise «wesentlicher» Rückgang in den Hauptmärkten Europas hingenommen werden müssen.

Vorsichtig optimistisch für 2012
Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2011 mit einer prozentualen Steigerung des Betriebs- und Jahresergebnisses in der Grössenordnung des ersten Halbjahrs 2011. Bucher hatte für die fragliche Berichtsperiode ein EBIT-Plus von 25% und einen um 27% höheren Reingewinn gezeigt. Für das laufende Jahr 2012 sei Bucher «vorsichtig optimistisch» und stellt eine Verbesserung von Umsatz, Betriebs- und Konzernergebnis in Aussicht.

Aktienrückkauf soll noch im Februar abgeschlossen werden
Wie Bucher weiter mitteilt, hat das Unternehmen per Ende 2011 im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms 293’170 Anteile oder 2,8% erworben. Bei einem Durchschnittskurs von 157,70 CHF pro Aktie ergebe sich ein Gesamtwert von 46,2 Mio. Bucher gehe davon aus, das Programm im Februar 2012 abzuschliessen. Das detaillierte Jahresergebnis 2011 wird das Unternehmen am 15. März vorlegen. (awp/mc/upd/ps)

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