Bucher mit deutlich gesteigertem Auftragseingang

Philip Mosimann, CEO Bucher Industries. (Foto: Bucher)

Niederweningen – Die Industriegruppe Bucher Industries hat im ersten Quartal 2013 einen geringeren Umsatz erzielt, jedoch einen deutlich höheren Auftragseingang als im Vorjahr verzeichnet. Insgesamt seien die Marktsegmente des Konzerns in den ersten drei Monaten des Berichtsjahres von einer freundlichen Stimmung geprägt und die Nachfrage sei in allen Divisionen gut gewesen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Der Umsatz lag gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,1% tiefer bei 657,5 Mio CHF, währungsbereinigt resultierte ein Minus von 5,1% und bereinigt um Akquisitionen von 7,6%. Dagegen lag der Auftragseingang mit 672,0 Mio CHF um rund 15% höher als im Vorjahresquartal (bereinigt 14%/11%).

Auftragseingang deutlich über den Erwartungen
Bucher hat damit die Erwartungen der Analysten beim Umsatz verfehlt, jedoch beim Auftragseingang deutlich übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 672,6 Mio CHF und für den Auftragseingang bei 625,0 Mio.

Der leicht niedriger ausgefallene Umsatz sei darauf zurückzuführen, dass der Vorjahreswert aufgrund von zwei Grossaufträgen besonders stark ausgefallen sei, schreibt Bucher. Insbesondere bei Municipal und Emhard Glas hätten sich die hohen Vorjahresumsätze niedergeschlagen. Am Ende des Quartals habe der Auftragsbestand mit 837,5 Mio CHF (+5,8%) einen soliden Wert erreicht. Die gute Nachfrage habe sich insbesondere in den USA und in Brasilien fortgesetzt. Die Investitionstätigkeit sei hingegen in Europa verhaltener ausgefallen.

Landwirtschaft und Hydraulics mit Umsatzplus – alle Segmente mit Orderanstieg
Das günstige Umfeld habe in der Landwirtschaft angedauert, trotz des langen Winters in der nördlichen Hemisphäre, schreibt das Unternehmen. Die Kuhn Group, das grösste Segment des Konzerns, steigerte den Umsatz um 5,7% auf 364,7 Mio CHF und den Auftragseingang um 19%. Die Nachfrage in Westeuropa sowie Nord- und Südamerika zog nochmals deutlich an, in Zentral- und Osteuropa blieb sie insgesamt stabil.

Die Sparte Bucher Municipal für Kommunalfahrzeuge habe im europäischen Markt Anzeichen für eine leichte Erholung ausgemacht, heisst es. Der Umsatz sank jedoch aufgrund der hohen Vorjahreswerte um 24% auf 78,4 Mio CHF. Der Auftragseingang legte um 12% zu. Die im Vorjahr übernommene Assaloni Schneepflugtechnologie habe sich positiv ausgewirkt, so Bucher weiter.

Auch der Bereich Hydraulics profitierte von Akquisitionen. Mit Ausnahme der rückläufigen Lifthydraulik hätten alle Geschäftssegmente zur guten Entwicklung beigetragen. Das Umsatzplus lag bei 2,5% auf 115,3 Mio CHF, der Auftragseingang wuchs um 9,6%. Bereinigt um die Zukäufe und Devestitionen lagen die Werte unter bzw. auf dem Vorjahreswert.

Bei Emhart Glass habe sich die Volatilität im Projektgeschäft ausgewirkt. Der Umsatz lag um 37% tiefer bei 57,9 Mio CHF, die Ordereingänge stiegen jedoch um 8,8%. Während die gute Nachfrage aus Amerika und Europa anhielt, ging insbesondere der Markt in China zurück. Hier hätten die von der Regierung ergriffenen Massnahmen zur Drosselung der Wirtschaftsentwicklung Wirkung gezeigt, so Bucher.

Bei Bucher Specials sei die Umsatzzunahme war fast ausschliesslich auf die Akquisition der Bucher Filtrox Systems zurückzuführen, schreibt das Unternehmen weiter. Hier betrug das Plus 22% auf 47,3 Mio CHF. Unsicherheit um Subventionen in Frankreich habe weiter das Marktumfeld bei Weinproduktionsanlagen belastet. Das Geschäft mit Anlagen zur Herstellung von Fruchtsaft und Instantprodukten sowie zur Klärschlammentwässerung habe hingegen die freundliche Marktstimmung voll nutzen können.

Ausblick bekräftigt
Der Blick auf das Gesamtjahr fällt bei Bucher unverändert zurückhaltend optimistisch aus. Für das laufende Jahr sei keine wesentliche Änderung der makroökonomischen Faktoren in Sicht, heisst es weiter. Das Management hält deshalb an der bisherigen Prognose fest und rechnet weiter mit einer leichten Zunahme des Umsatzes und einer leichten Verbesserung der Profitabilität. Dabei dürften sich die Landmaschinen weiter positiv entwickeln, in den übrigen Bereichen wird eine Nachfrage im Rahmen des Vorjahres erwartet. (awp/mc/pg)

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