Bundespräsident Maurer am Donnerstag bei US-Präsident Trump

Ueli Maurer
Finanzminister Ueli Maurer. (Foto: EFD)

Bern – US-Präsident Donald Trump will überraschend den Schweizer Bundespräsidenten Ueli Maurer im Weissen Haus empfangen. Dies teilten Maurers Finanzdepartement sowie das Aussendepartement EDA in einer Medieninformation in der Nacht auf Donnerstag mit.

Die Schweizer Behörden bestätigten damit Medienmeldungen des „Tages-Anzeigers“ vom Mittwochabend. Laut dem offiziellen Communiqué reist Maurer bereits am heutigen Donnerstag nach Washington und trifft sich mit US-Präsident Trump.

Die Zusammenkunft sei auf Einladung des US-Präsidenten erfolgt. Sie sei bereits am WEF 2019 geplant gewesen, aber wegen des „Shut-Downs“ in den USA und der damit verbundenen Reiseabsage Trumps nach Davos nicht zustande gekommen.

Diplomatische Vermittlung
Während des nunmehr anvisierten Treffens sollen bilaterale Themen erörtert werden, hiess es weiter in der Medieninformation. Laut der Pressestelle des US-Präsidenten geht es unter anderem um die Rolle der Schweiz als diplomatische Vermittlerin in der Welt. Zurzeit hat die Schweiz sieben Schutzmachtmandate inne: Sie vertritt unter anderem die Interessen der USA im Iran.

Freihandelsabkommen dürfte erörtert werden
Weiter könnten die beiden Präsidenten die Möglichkeit für Verhandlungen zwischen der Schweiz und den USA über ein Freihandelsabkommen besprechen. Mitte April traf Wirtschaftsminister Guy Parmelin traf seinen amerikanischen Amtskollegen, den Handelsbeauftragten Robert Lightizer, am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington. Sie besprachen dort das Aufgleisen eines Freihandelsabkommens mit den USA und wie ein Scheitern wie 2006 vermieden werden könne.

Mit dem Besuch in Washington trifft Maurer innert kurzer Zeit erneut einen der ranghöchsten Politiker der Welt. Das ist erstmalig in der Schweizer Geschichte. Ende April hatte Maurer bei einem Staatsbesuch in Peking den chinesischen Präsidenten Xi Jingping getroffen. Die beiden Länder führten Dialoge in rund dreissig Bereichen, darunter Finanz- und Steuerthemen und Menschenrechte. (awp/mc/pg)

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