Bundesratswahlen: SVP nominiert Hansjörg Walter

Hansjörg Walter

Notfallmässig auf den Schild gehievt: Hansjörg Walter.

Bern – Nach dem Rückzug von Bruno Zuppiger hat die SVP-Fraktion am Donnerstag Nationalratspräsident Hansjörg Walter für die Bundesratswahlen nominiert. Walter soll nächsten Mittwoch zusammen mit dem Freiburger Nationalrat Jean-François Rime gegen die amtierende Bundesrätin der BDP, Eveline Widmer-Schlumpf, antreten.

Zuvor hatte der Zürcher Nationalrat Bruno Zuppiger die Konsequenzen aus dem Erbschaftsskandal gezogen und den Verzicht auf die Kandidatur «aus eigenen Stücken» erklärt. Zuppiger sagte an einer Medienkonferenz der SVP, er wolle die Partei nicht weiter mit seiner Kandidatur belasten.

SVP bekräftigt bisherige Strategie
Nach dem Verzicht von Bruno Zuppiger habe die Fraktion den 60-jährigen Hansjörg Walter gebeten, sich für die Bundesratswahl zur Verfügung zu stellen, sagte Fraktionspräsident Caspar Baader vor den Medien in Bern. Walter sei zwar Anfang Woche mit dem besten Resultat seit Jahrzehnten zum Nationalratspräsidenten gewählt worden. Dennoch stelle er sich zur Verfügung, um die Konkordanz in der Regierung wieder herzustellen. An der Strategie der SVP habe sich durch den Rückzug von Bruno Zuppiger und die Nachnomination nichts geändert.

«Neue Ausgangslage»
Das Amt des Bundesrats habe ihn immer gereizt, sagte Hansjörg Walter. Vor drei Jahren bei der Nachfolge von Bundesrat Samuel Schmid sei das anders gewesen. Er habe damals eine Kandidatur gegen Maurer ausgeschlossen, sei aber dann gegen seinen Willen dennoch in diese Wahlen einbezogen worden. Damals erhielt Walter in der Bundesversammlung so viele Stimmen, dass er sich beinahe gegen Ueli Maurer durchgesetzt hätte. Nun sei die Ausgangslage anders und er wolle sich der Herausforderung stellen. Er habe im Übrigen den Ständeratspräsidenten Hans Altherr (FDP/AR) informiert, dass er nun die Bundesratswahlen von nächster Woche nicht leiten könne. Dies müsse nun Altherr übernehmen. (awp/mc/ps)

SVP

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