Burckhardt Compression reduziert Guidance 2011/12

Marcel Pawlicek

Marcel Pawlicek, CEO Burckhardt Compression.

Winterthur – Der Kolbenkompressoren-Hersteller Burckhardt Compression reduziert für das Geschäftsjahr 2011/12 die Umsatz-Guidance auf rund 330 Mio CHF. Zuletzt wurden Umsatz, Margen und Gewinn auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt. Bei der Gewinnmarge auf Stufe Betriebsgewinn rechnet das Unternehmen für 2011 mit einer Reduktion auf den «mittleren Bereich» des langfristigen Zielkorridors von 10% bis 20%, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Im Geschäftsjahr 2010/11 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von gut 355 Mio sowie eine EBIT-Marge von 17,3%. Die Anpassung der Erwartungen erfolge aufgrund der massiven Aufwertung des Schweizer Frankens im Verlauf der letzten Monate. Trotz zahlreicher Massnahmen sei es nicht gelungen, die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro und dem US-Dollar vollumfänglich zu kompensieren, schreibt Burckhardt Compression. Wie anlässlich der Bekanntgabe der Jahresresultate im Juni 2011 bereits angekündigt, werde der Umsatz und damit die finanziellen Resultate des ersten Halbjahres 2011/12 (per 30. September 2011) aufgrund der vorgegebenen Auslieferungen für Neumaschinen im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2010/11 «deutlich schwächer» ausfallen.

Bestellungseingang entwickelt sich «erfreulich positiv»
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen indessen weiterhin mit einem höheren Bestellungseingang als im Vorjahr. Der Bestellungseingang im Berichtsjahr entwickle sich «erfreulich positiv», heisst es. Im Neumaschinengeschäft und im Customer Support Service würden die Bestellungen über dem letztjährigen Wert liegen, während im Geschäft mit Kompressorkomponenten Bestellungen auf Vorjahresniveau erwartet werden. Der sich gut entwickelnde Bestellungseingang im laufenden Jahr werde zudem zu einem höheren Umsatz im Folgejahr (Geschäftsjahr 2012/13) und zu ähnlichen Gewinnmargen wie im Geschäftsjahr 2010/11 führen, prognostiziert Burckhardt Compression weiter.

Anfälligkeit auf Währungsschwankungen verringern
Weiter gibt das Unternehmen bekannt, dass die bereits eingeleiteten Massnahmen zur Verbesserung der finanziellen Resultate noch verstärkt werden. Dabei würden kurzfristig die Erhöhung des Beschaffungsanteils im Euro- und US-Dollar-Raum und die Steigerung der Effizienz im Vordergrund stehen. Mittelfristig sollen neue Produkte und Anwendungsgebiete, die Zusammenführung der Absatzmärkte mit der Produktion sowie der weitere Ausbau des Service- und Komponentengeschäfts, die Anfälligkeit auf Währungsschwankungen verringern. (awp/mc/ps)

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