Burckhardt erholt sich weiter – Markant verbesserte Profitabilität

Burckhardt erholt sich weiter – Markant verbesserte Profitabilität
Marcel Pawlicek, CEO Burckhardt Compression. (Foto: Burckhardt)

Winterthur – Beim Industriekonzern Burckhardt Compression haben sich die ersten Anzeichen einer Erholung bestätigt. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 (per Ende September) zeigten alle Kennzahlen nach oben. Die Jahresziele gelten unverändert.

Der Hersteller von Kolbenkompressoren weist einen 8,7 Prozent höheren Bestellungseingang von 329,5 Millionen und einen 7,0 Prozent höheren Umsatz von 276,2 Millionen Franken aus. In der Folge verbesserte sich auch die Rentabilität: Beim operativen Gewinn (EBIT) kam es zu beinahe einer Verdreifachung auf 16,7 Millionen (Marge: 6,0%) und beim Reingewinn sogar fast zu einer Verfünffachung auf 11,8 Millionen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Prognosen der Analysten beim Bestellungseinfang leicht übertroffen, bei den anderen Kennzahlen hingegen verfehlt. Die Experten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Bestellungseingang von 325,8 Millionen, einem Umsatz von 295,8 Millionen, einem EBIT von 17,6 Millionen und einem Reingewinn von 12,9 Millionen gerechnet. Allerdings war die Bandbreite der Schätzungen relativ gross.

Neumaschinengeschäft schreibt rot
Erholt zeigt sich primär die Nachfrage nach neuen Maschinen. Der Auftragseingang stieg hier um gut 16 Prozent und der Umsatz um 8,9 Prozent. Positiv erwähnt wird die Nachfrage in den Bereichen Petrochemie und Chemie, Gastransport und -lagerung sowie Raffinerie. Das Geschäft in China verlaufe zudem weiterhin erfreulich.

Allerdings schreibt die Sparte nach wie vor rote Zahlen. Konkret resultierte bei einem Umsatz von 172,6 Millionen auf Stufe EBIT ein Fehlbetrag von 4,9 Millionen. Im Vorjahreszeitraum war aber bei einem deutlich tieferen Umsatz ein deutlich höherer Verlust angefallen. Das Unternehmen verweist in der Mitteilung auf die nach wie vor anfallenden Kosten im sogenannten LNGM-Geschäft, wo es bekanntlich Probleme mit einer neuen Technologie gab und nun teure Nachrüstungen notwendig sind.

Das Service- und Komponentengeschäft, das knapp 40 Prozent zum Umsatz beisteuert, steigerte die Verkäufe (+4,0%) und die Profitabilität (EBIT-Marge: 22,5% nach 20,7%).

Ziele bestätigt
Im Ausblick hält das Unternehmen an den Zielen für das Gesamtjahr fest. Es wird nach wie vor ein Umsatz von 600 bis 640 Millionen und eine leichte Steigerung bei den Gewinnmargen angepeilt. Das Management geht davon aus, dass im Servicegeschäft die zweite Jahreshälfte einen höheren Bestellungseingang als die erste bringen wird. Zudem würden die Auslieferungsdaten im Neumaschinengeschäft zu einer Asymmetrie des Umsatzes führen, der im zweiten Halbjahr höher ausfallen werde. (awp/mc/ps)

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