Burckhardt erleidet Gewinneinbruch – Aber mehr Bestellungen

Marcel Pawlicek
Marcel Pawlicek, CEO Burckhardt Compression. (Foto: BC)

Winterthur – Der Industriekonzern Burckhardt Compression hat im ersten Halbjahr weniger Umsatz erzielt, und unter dem Strich kam es zu einem Gewinneinbruch. Gleichzeitig hat das Unternehmen aber deutlich mehr Bestellungen erhalten. Die Jahresziele gelten in der Folge unverändert.

Der Hersteller von Kolbenkompressoren weist für das erste Halbjahr 2018/19 (per Ende September) einen gut 10 Prozent tieferen Umsatz von 259,1 Millionen Franken aus. In der Folge bildete sich die Rentabilität zurück: Der operative Gewinn (EBIT) verringerte sich um satte 56 Prozent auf 5,6 Millionen und der Reingewinn sogar um 73 Prozent auf 2,4 Millionen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Gleichzeitig stieg jedoch der Bestellungseingang um 43 Prozent auf 303,3 Millionen.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Prognosen der Analysten beim Bestellungseingang deutlich übertroffen, bei den anderen Kennzahlen jedoch zum Teil markant verfehlt: Die Experten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Bestellungseingang von 278,5 Millionen, einem Umsatz von 288,5 Millionen, einem EBIT von 16,1 Millionen und einem Reingewinn von 11,2 Millionen gerechnet.

Rote Zahlen im Neumaschinengeschäft
Vor allem das Geschäft mit neuen Maschinen stand unter Druck. Der Umsatz ging um 18 Prozent zurück und unter dem Strich resultierten bei dieser Sparte tiefrote Zahlen (EBIT: -13,6 Mio). Das Service- und Komponentengeschäft, das inzwischen knapp 40 Prozent zum Umsatz beisteuert, steigerte die Verkäufe (+5,7%) und weist noch immer eine gute Profitabilität aus (EBIT-Marge: 20,7%).

Nun zeichnet sich aber auch im Neumaschinengeschäft eine Erholung ab. So nahm der Bestellungseingang in dieser Sparte um 56 Prozent zu. Vor allem der Bereich Gastransport und -lagerung habe sich sehr positiv entwickelt, schrieb Burckhardt dazu. Auch Maschinen für Anwendungen in den Bereichen Raffinerie und Petrochemie seien gefragt gewesen.

Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs reflektierten die unterjährige Zyklizität des Geschäfts, kommentierte das Unternehmen die Zahlen. Es hält deshalb auch am Ausblick fest. So sollen im Gesamtjahr nach wie vor ein höherer Bestellungseingang, ein Umsatz auf Vorjahreshöhe und ein leicht höherer Betriebs- sowie Reingewinn resultieren.

Nichts geändert habe sich auch an den Mittelfristzielen, wurde betont. So soll bis ins Jahr 2022 ein Umsatz von 700 Millionen und eine EBIT-Marge von 10 bis 15 Prozent erreicht werden. (awp/mc/ps)

Burckhardt Compression

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