Burckhardt steigert sich trotz erster Corona-Effekte

Burckhardt steigert sich trotz erster Corona-Effekte
Marcel Pawlicek, CEO Burckhardt Compression. (Foto: Burckhardt)

Winterthur – Der Industriekonzern Burckhardt Compression hat im Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende März) mehr umgesetzt und mehr verdient. Die Corona-Pandemie hinterliess aber im Bestellungseingang erste Spuren.

Der Umsatz stieg um 5,1 Prozent auf 629,6 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bei der Profitabilität machte die Gesellschaft noch grössere Fortschritte: Der operative Gewinn (EBIT) nahm um gut 23 Prozent auf 54,8 Millionen zu, und die entsprechende Marge verbesserte sich auf 8,7 von 7,4 Prozent. Unter dem Strich blieb ein gut 17 höherer Reingewinn (nach Minderheiten) von 32,4 Millionen. Die Aktionäre sollen eine unverändert Dividende von 6,00 Franken pro Aktie erhalten.

Das Unternehmen spricht von Zahlen „im Rahmen der Erwartungen“. Unerwartet war dann aber die Corona-Pandemie, die ab dem Schlussquartal (Januar bis März) beim Bestellungseingang zu „zeitlichen Verschiebungen“ führte. In der Folge ging diese Kennzahl im Gesamtjahr um 7,8 Prozent auf 607,3 Millionen Franken zurück.

Das ist für Analysten eine Überraschung, hatten sie doch im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem deutlich höheren Bestellungseingang von 690,1 Millionen gerechnet. Auch beim Umsatz (AWP-Konsens: 647,1 Mio) wurden die Erwartungen klar verfehlt, bei den Gewinnkennzahlen hingegen leicht übertroffen.

Neumaschinengeschäft wieder profitabel
Ein Grund für die deutliche Verbesserung bei der Profitabilität war, dass das Neumaschinengeschäft in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt ist (EBIT: 6,4 Mio, Marge 1,7%). Die zweite Division, das Servicegeschäft, blieb mit einer Marge von 22,7 Prozent hochprofitabel, auch wenn der hohe Wert des Vorjahres (26,0%) nicht mehr ganz erreicht wurde.

Zufrieden ist das Management gleichwohl noch nicht. Das Profitabilitätsniveau für den Konzern von 8,7 Prozent entspreche nach wie vor nicht den Ansprüchen des Unternehmens, wie sie im Mittelfristplan festgelegt worden seien, so die Mitteilung. Bekanntlich wird ein Wert von mindestens 10 Prozent angepeilt.

Höherer Umsatz erwartet
Ein solcher zeichnet sich auch für das laufende Jahr 2020/21 nicht ab. Er werden im Ausblick lediglich stabile Gewinnmargen in Aussicht gestellt. Zwar fielen nun keine Extrakosten mehr an wegen der Probleme mit einem Produkt (LNGM-Geschäft), dafür seien die „aktuellen weltweiten Unsicherheiten“ eine Belastung. Der Umsatz soll gleichwohl auf über 650 Millionen Franken gesteigert werden.

Dieses Ziel gilt, obwohl der Bestellungseingang in den ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres unter dem des Vorjahreszeitraums gelegen sei. Die längerfristigen Auswirkungen der Corona-Situation liessen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch nicht abschätzen, so die Mitteilung weiter. (awp/mc/ps)

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