Burckhardt steigert Umsatz 2012/13 um 12 Prozent

Marcel Pawlicek
Marcel Pawlicek, CEO Burckhardt Compression. (Foto: Burckhardt Compression © SCANDERBEG SAUER PHOTOGRAPHY)

Marcel Pawlicek, CEO Burckhardt Compression. (Foto: BC)

Zürich – Der Kolbenkompressoren-Hersteller Burckhardt Compression (BC) hat im Geschäftsjahr 2012/13 (per 31. März) den Bestellungseingang auf einen neuen Höchstwert gesteigert. Auch Umsatz, Betriebsgewinn und Nettogewinn legten deutlich zu. Das Unternehmen schüttet erneut eine höhere Dividende aus und blickt trotz des anspruchsvollen Umfeldes zuversichtlich in die Zukunft.

Der Bestellungseingang wuchs um 5,7% auf 427,8 Mio CHF und der Umsatz um knapp 12% auf 366,7 Mio CHF, wie BC am Dienstag mitteilte. Währungsbereinigt beliefen sich die entsprechenden Veränderungsraten auf +5,0% bzw. +11%. Vom Umsatz entfielen 215,7 Mio (+4,7%) auf Kompressorsysteme und 151,0 Mio (+22,9%) auf das Service- und Komponentengeschäft. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT verbesserte sich um 15% auf 74,2 Mio CHF, die entsprechende Marge stieg leicht auf 20,2% von 19,7% im Vorjahr. Der Reingewinn kletterte um 9,9% auf 55,5 Mio.

Damit hat BC die Markterwartungen bei Umsatz und Auftragseingang nicht erreicht, EBIT und Nettogewinn lagen jedoch leicht darüber. Der AWP-Konsens für den Umsatz belief sich auf 388,0 Mio CHF, für den Bestellungseingang bei 436,5 Mio, für den EBIT bei 73,3 Mio sowie für den Reingewinn bei 55,0 Mio CHF.

Produkteentwicklungen und neue Anwendungsbereiche treiben Geschäft
Das zweite Halbjahr sei wie bereits im Vorjahr aufgrund der kundenseitig bestimmten Liefertermine für Kompressorsysteme stärker ausgefallen. Das wirtschaftliche Umfeld sei jedoch weiter anspruchsvoll, schreibt BC. Die Massnahmen der SNB hätten im abgelaufenen Geschäftsjahr die Wechselkursvolatilität verringert und die Planungssicherheit erhöht.

Aufgrund der weiterhin angespannte Währungssituation und des anhaltenden Margendrucks will das Unternehmen die bereits eingeleiteten Massnahmen aber fortführen. Dazu zählt BC die weitere Erhöhung des Beschaffungs- und Wertschöpfungsteils im Ausland, Effizienzsteigerungen, die Weiterentwicklung von Produkten und die Erschliessung neuer Anwendungsbereiche. Als Erfolg nennt BC hier die Bestellungen für ein Brenngas-Kompressorsystem, die als Durchbruch bei gasbetriebenen Schiffsdieselmotoren bezeichnet werden.

Fast 100 neue Stellen geschaffen
Die organische Wachstumsstrategie habe auch zu einem Stellenzuwachs geführt. Der Personalbestand stieg im Berichtsjahr um 95 auf 1’078 Vollzeitstellen, wovon rund die Hälfte auf den Standort Winterthur entfielen. Im Ausland wurde vor allem das Service- und Komponentengeschäft vorangetrieben.

Erneut höhere Dividende – Zielausschüttungsquote angehoben
Das Management will die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 9 von zuvor 7 CHF je Aktie anheben. Bereits im Vorjahr war die Ausschüttung um 2 CHF erhöht worden. Die Quote beträgt damit 54% nach zuvor 46%. Auch zukünftig will BC einen höheren Anteil am Nettogewinn den Aktionären zufliessen lassen. Die Zielausschüttungsquote wird auf 50% bis 70% erhöht, von bisher 40% bis 60%.

Für das Geschäftsjahr 2013/14 ist BC trotz der weltweiten Schuldenkrise, insbesondere in Europa, zuversichtlich. Die Mehrheit der Märkte – vor allem Petrochemie, Gastransport und -lagerung – würden sich weiterhin positiv entwickeln. Das Unternehmen geht von einer Steigerung des Bestellungseingangs bei beiden Geschäftsaktivitäten aus. Der Umsatz dürfte im Vergleich zum Berichtsjahr deutlich höher ausfallen. Auf Stufe Betriebsgewinn wird eine Marge im mittleren Bereich des langfristigen Zielkorridors von 15% bis 20% erwartet. (awp/mc/pg)

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