Burckhardt übernimmt Arkos ganz und erhöht Umsatzziel für 2019/20

Burckhardt übernimmt Arkos ganz und erhöht Umsatzziel für 2019/20
Marcel Pawlicek, CEO Burckhardt Compression. (Foto: Burckhardt)

Winterthur – Das Industrieunternehmen Burckhardt Compression kann die US-Gesellschaft Arkos nun doch mehrheitlich übernehmen. Die juristischen Formalitäten seien geklärt und alle Rechtsstreitigkeiten beigelegt worden, teilte der Hersteller von Kolbenkompressoren am Dienstag mit.

So habe man nun per 25. November die restlichen 60 Prozent an Arkos gekauft, und die Gesellschaft werde per sofort vollkonsolidiert. Zum Preis wurden keine Angaben gemacht.

Burckhardt war im Dezember 2015 mit 40 Prozent bei Arkos eingestiegen. Im letzten Sommer hatte das Unternehmen dann bekannt gegeben, es übe eine Option zur Übernahme von weiteren 20 Prozent aus.

In der Folge kam es zu einem Streit mit den bisherigen Besitzern, bei dem es unter anderem um den Preis ging. Gleichwohl werde der bisherige Geschäftsführer und frühere Mehrheitsbesitzer von Arkos nun als Berater zur Verfügung stehen, wird in der Mitteilung betont.

20 bis 30 Millionen höher
Arkos ist auf Dienstleistungen und Ausrüstungen im Bereich Gasverdichtung spezialisiert und erwirtschaftet laut den Angaben mit 230 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 70 Millionen Franken. Der US-Markt sei interessant, weil das Land über die weltweit grösste installierte Basis an Kolbenkompressoren verfüge.

In der Folge passt Burckhardt die Ziele für das Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende März) an. So werde der Umsatz nun um rund 20 bis 30 Millionen Franken höher ausfallen als bisher angenommen. Bislang galt ein Ziel von 600 bis 640 Millionen. Unverändert geht die Gesellschaft von einem leichten Anstieg der Gewinnmargen aus.

Wohl höherer Preis
In Analystenkommentaren wird die Übernahme positiv gewürdigt. Damit sei Burckhardt in einem attraktiven Markt für das Petrochemie- und Raffinerieanwendungen stärker vertreten, heisst es bei Vontobel.

Gleichzeitig wird daran erinnert, dass Arkos in den letzten drei Jahren einen Verlust geschrieben habe und weit davon entfernt sei, eine EBIT-Marge von 10 Prozent zu erreichen.

Die Vollkonsolidierung werde daher die Marge des Servicegeschäfts vorerst verwässern, meint auch der Analyst der ZKB. «Burckhardt hat aber klare Vorstellungen, wie Umsatz und Marge gesteigert werden können», so der Experte weiter.

Zum Preis werden von den Analysten keine konkreten Mutmassungen angestellt. Bei der ZKB heisst es lediglich, dass wohl etwas mehr bezahlt worden sei als ursprünglich angenommen.

An der Börse notieren die Burckhardt-Papiere gegen 10 Uhr um 0,6 Prozent zu und damit stärker als der Gesamtmarkt (SPI: +0,11%). (awp/mc/ps)

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