Burkhalter spürt anhaltenden Preisdruck

Marco Syfrig
Marco Syfrig, CEO Burkhalter Gruppe. (Foto: Burkhalter)

Zürich – Der Elektroinstallateur Burkhalter hat im ersten Semester 2018 wie erwartet weniger umgesetzt und deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Der Rückgang ist einerseits auf die fehlenden Erträge aus der Alpiq Burkhalter Technik nach der Fertigstellung der Installationsarbeiten im Gotthard-Basistunnel zurückzuführen, vor allem aber auf den in der Baubranche herrschenden Preiskampf. Die bisherigen Ziele für das Gesamtjahr bestätigt die Gesellschaft.

Die Baubranche habe zwar im ersten Semester 2018 weiter geboomt, die Angst vor tiefer Auslastung habe aber auf die Preise gedrückt, teilte die Gesellschaft am Montag mit. In diesem Umfeld verminderte sich der Umsatz um 3,4 Prozent auf 239,3 Millionen Franken. Der EBIT nahm gar um einen Drittel auf 12,3 Millionen ab und die entsprechende Marge auf 5,1 von 7,5 Prozent.

Konzernergebnis sinkt um über ein Drittel
Unter dem Strich resultierte ein Konzernergebnis von 9,6 Millionen, was einem Rückgang um 35,4 Prozent entspricht. Daraus ergab sich ein Gewinn je Aktie von 1,60 Franken (VJ 2,47 Fr.).

Zweites Semester ertragsstärker
Gemäss der Gesellschaft fällt das zweite Halbjahr erfahrungsgemäss ertragsstärker aus als das erste. Deshalb geht sie weiter davon aus, dass die angestrebte EBIT-Marge von circa 6 Prozent erreicht werden kann. Durch den anhaltenden Preisdruck in der Branche und ohne Erträge aus der Alpiq Burkhalter Technik erwartet das Management aber nach wie vor, dass der Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr sinkt.

Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen von Research Partners auf Gewinnebene erfüllt, diejenigen der Zürcher Kantonalbank jedoch nicht. Die ZKB hatte mit einem Umsatz von 247,6 Millionen, einem EBIT von 12,5 Millionen und einem Reingewinn von 10,0 Millionen gerechnet. Weniger optimistisch hatte sich Research Partners gezeigt. Deren prognostizierte Werte lagen für den Umsatz bei 244,6 Millionen, beim EBIT bei 11,8 Millionen und bei 9,4 Millionen für den Reingewinn.

Übernahme im Val Müstair
Die Gesellschaft ist im ersten Halbjahr auch akquisitorisch Gewachsen. Per 2. Juli 2018 wurde die Fliri & Conrad Electro in Val Müstair gekauft. Das Unternehmen bietet vorwiegend klassische Elektrotechnik-Dienstleistungen an. Wachstum durch den gezielten Kauf anderer Elektrotechnik-Unternehmen bleibe auch in Zukunft Teil der Strategie der Burkhalter Gruppe, hiess es weiter. Da aber sehr gezielt und nur zu angemessenen Preisen akquiriert wird, ist es schwierig zu sagen, wann es zum nächsten Kaufabschluss kommen wird. (awp/mc/pg)

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