Burkhalter steigert 2015 Profitabilität

Marco Syfrig
Marco Syfrig, CEO Burkhalter Gruppe. (Foto: Burkhalter)

Marco Syfrig, CEO Burkhalter Gruppe. (Foto: Burkhalter)

Zürich – Die Elektrotechnik-Gruppe Burkhalter hat im letzten Jahr weniger Umsatz erzielt, unter dem Strich aber deutlich mehr verdient. Die Aktionäre sollen von einer höheren Dividende profitieren. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management optimistisch. Es peilt zudem weitere Übernahmen an.

Burkhalter ist im vergangenen Jahr deutlich profitabler geworden. Der Umsatz fiel zwar um 1,9% auf 509,7 Mio CHF, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Der EBIT verbesserte sich gleichzeitig um 9,2% auf 42,3 Mio CHF und der Reingewinn um 10,5% auf 34,8 Mio CHF.

Höhere Dividende
Der Gewinn je Aktie beträgt 5,80 CHF verglichen mit 5,25 CHF im Vorjahr. Davon sollen gemäss Antrag an die Generalversammlung 5,25 CHF je Aktie ausgeschüttet werden nach 5,00 CHF im Vorjahr. Mit den ausgewiesenen Kennzahlen wurden die Erwartungen des ZKB-Analysten beim Umsatz verfehlt, bei den Gewinnzahlen aber erfüllt.

Die höhere Rentabilität bestätige die Richtigkeit der Strategie «der selektiven Auftragsakquise und der Konzentration auf qualitativen Umsatz», heisst es im Geschäftsbericht.

Weitere Übernahmen geplant
Wie schon zum Zeitpunkt der Präsentation der Halbjahreszahlen verkündet wurde, konzentriert sich die Gruppe auf eine Wachstumsstrategie, die den gezielten Kauf weiterer Elektrotechnik-Unternehmen enthält. Der Verwaltungsrat beantragt deshalb an der Generalversammlung, genehmigtes Kapital in der Höhe von maximal 350’000 Aktien zu schaffen. Das Unternehmen solle für künftige grössere Akquisitionen «handlungsfähig» bleiben. Genauere Angaben zu allfälligen Übernahmen machte das Unternehmen keine.

Seit dem Börsengang im Jahr 2008 hat die Burkhalter Gruppe insgesamt 16 Akquisitionen vollzogen. Die jüngste Übernahmeaktivität war der Kauf der Elektrosparte der Kolb Gruppe aus dem Rheintal, welche am 3. Februar 2015 bekannt gegeben und am 3. Juli 2015 vollzogen wurde.

Gute Auftragslage
Zur Auftragslage heisst es, dass für die nächsten fünf Monate ein Auftragsvorrat bestehe, der zusammen mit kurzfristigen Serviceaufträgen «einen komfortablen Auftragsbestand darstellt». Zudem sei die allgemeine Bautätigkeit in der Schweiz aufgrund des tiefen Zinsniveaus und der kontinuierlichen Zuwanderung weiterhin ansteigend, was mittel- bis langfristig für weitere Auftragseingänge sorgen dürfe. Auch die Nachfrage nach Service-Dienstleistungen sei weiterhin hoch.

Für das Geschäftsjahr 2016 hat sich das Management zum Ziel gesetzt, den Gewinn pro Aktie erneut zu steigern, was auf der Basis der bis heute verfügbaren Erkenntnisse eine «sehr realistische Einschätzung» sei, wie es in der Mitteilung heisst. Die Unternehmensführung schränkt zugleich aber ein, dass die Steigerung nicht so hoch ausfallen werde wie 2015. (awp/mc/pg)

 

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