Carlo Gavazzi verzichtet nach Gewinnrückgang erneut auf Dividende

Carlo Gavazzi verzichtet nach Gewinnrückgang erneut auf Dividende
(Bild: Carlo Gavazzi)

Zürich – Die Aktionäre von Carlo Gavazzi erhalten ein weiteres Jahr keine Dividende. Der Hersteller von elektronischen Komponenten hatte bereits Anfang Mai provisorische Zahlen vorgelegt, die trotz eines Umsatzplus einen Gewinnrückgang zeigten. Der Hauptgrund waren Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Abbau der Aktivitäten in Malta sowie für das neue Werk in Mexiko.

Beim Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr bleibt das Unternehmen sehr vage und nennt keine konkreten Ziele. Es werde am «branchenorientierten Markenansatz» festgehalten und in Nordamerika und China würden Kapazitätserweiterungen angestrebt, hiess es in der Mitteilung vom Donnerstag. Laufende Investitionen in Forschung und Entwicklung blieben ein «Eckpfeiler».

Umsatz steigt, Gewinn fällt
Wie bereits bekannt stieg der Umsatz auch gemäss der endgültigen Zahlen leicht an, und zwar um 4,9 Prozent auf 136,9 Millionen Franken. Die Aufträge entwickelte sich mit plus 27,1 Prozent auf 138,3 Millionen deutlich stärker.

Der Betriebsgewinn (EBIT) sank dagegen auf 4,3 Millionen Franken von zuvor 6,7 Millionen. Und der Reingewinn brach auf 1,8 Millionen nach 4,1 Millionen Franken im Vorjahr ein, wie es weiter heisst. Damit wurden die vorläufigen Zahlen in etwa bestätigt.

Asien und Amerika wachsen stärker
Aus geografischer Sicht legte das Unternehmen besonders stark in Amerika (+14,5%) und auch Asien (+10,6%) zu, obwohl das Wachstum dort jeweils von negativen Währungseffekten beeinflusst wurde. In Amerika wurde das Wachstum von USA und Kanada getragen, in Asien von Schlüsselmärkten wie China.

In Europa gab es ebenfalls ein Wachstum, wenn auch dieses mit plus 5,5 Prozent etwas geringer ausfiel. Angeführt worden sei es von Deutschland, Schweden und Dänemark, hingegen gab es in Österreich und Frankreich Rückgänge.

Zudem hat Carlo Gavazzi einen neuen Finanzchef gefunden. Ab 1. August wird Michele Bernardi die Rolle des CFO übernehmen. Er ist seit mehr als 35 Jahren für das Unternehmen tätig. Seit November 2024 hatte Yolanta de Cacqueray diese Funktion interimistisch ausgeübt. (awp/mc/ps)

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