Clariant-CEO rechnet nicht mit Gegenangebot eines anderen Unternehmens

Hariolf Kottmann
Clariant-VRP Hariolf Kottmann. (Foto: Clariant)

Muttenz – Zu Wochenbeginn hat der Spezialchemiekonzern Clariant die Fusion mit seinem US-Mitbewerber Huntsman angekündigt. Clariant-CEO Hariolf Kottmann rechnet nicht mit einem Gegenangebot eines anderen Unternehmens. „Ich bin überzeugt, es wird keines geben“, so dieser am Mittwoch im Gespräch mit der „Finanz und Wirtschaft“ (FuW, Onlineausgabe).

Kottmann verweist in diesem Zusammenhang auf die Aktionärsstruktur von Clariant und Huntsman. Bei beiden Unternehmen hielten Familienaktionäre mehr als 10% der Anteile im Falle von Huntsman und rund 14% im Falle von Clariant. Und diese Aktien seien seit der Fusionsvereinbarung auf viele Monate hinaus gesperrt. „Ein Squeeze-out wäre so nicht möglich“, so Kottmann.

„Erbärmlicher“ Angriff von PPG auf Akzo Nobel
Wer ein feindliches Gegenangebot präsentiert, müsse auch mit einem Reputationsschaden rechnen, so der Clariant-Chef. Den Angriff des US-Konzerns PPG Industries auf die niederländische Akzo Nobel bezeichnet er etwa als „erbärmlich“.

„Wer genug Ideen, Strategien und Kompetenz hat, braucht zur Weiterentwicklung seines eigenen Unternehmens keinen feindlichen Angriff. So jemand macht das anders, nämlich anständig“, so Kottmann wörtlich. (awp/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.