Coltene leidet im ersten Semester unter Lieferengpässen

Coltene
(Bild: Coltene)

Altstätten – Coltene hat im ersten Semester 2022 wie angekündigt weniger Umsatz erzielt. Ausserdem erlitt die Gruppe einen Gewinneinbruch. Der Dentalbedarfshersteller kämpfte dabei mit temporären Lieferengpässen.

Der Umsatz sank von Januar bis Juni um 5,9 Prozent auf 134,9 Millionen Franken, wie die Coltene-Gruppe am Freitag mitteilte. Damit bewegten sich die Verkäufe am oberen Ende der Ende Juni vom Unternehmen abgegebenen Zielbandbreite von 130 bis 135 Millionen Franken.

Schuld am Rückgang waren temporäre Engpässe bei Komponenten, wie Coltene erneut bestätigte. Das Unternehmen konnte im ersten Halbjahr daher nicht in vollem Umfang von der starken Nachfrage profitieren.

Rückgang in der Infektionskontrolle
Nach Sparten betrachtet verzeichnete der Bereich Infektionskontrolle gegenüber dem dank Nachholeffekten starken Umsatz in der Vorjahresperiode einen signifikanten Rückgang. Demgegenüber legte der Bereich Behandlungseffizienz zu. In der Zahnerhaltung blieben die Verkäufe zum Vorjahr stabil, wie Coltene weiter mitteilte.

Das Betriebsergebnis EBIT schrumpfte im Vergleich zum Umsatz überproportional. Er sank um knapp 36 Prozent auf noch 16,7 Millionen Franken. Die operative EBIT-Marge lag mit 12,4 Prozent etwas über der angekündigten Bandbreite von 11 und 12 Prozent, aber klar unter dem Vorjahreswert von 18,1 Prozent. Das erste Semester 2021 war allerdings dank pandemiebedingten Nachholeffekten sehr stark.

Unter dem Strich verblieb ein Halbjahresgewinn von 12,1 Millionen Franken. Zum Vergleich: Im vorangegangenen Jahr betrug der Gewinn rekordhohe 18,2 Millionen, im Jahr 2020 lag er wegen der Corona-Pandemie hingegen nur bei 0,3 Millionen.

Ausblick für zweites Semester bestätigt
Für das ganze Jahr 2022 bestätigte Coltene den bereits Ende Juni kommunizierten Ausblick. So erwartet das Unternehmen insgesamt Umsätze auf Vorjahresniveau (Wechselkurseffekte ausgeklammert). Die EBIT-Marge solle «Richtung» der mittelfristigen Zielmarge von 15 Prozent zu liegen kommen.

Der Ausblick sei durch die aktuelle Weltwirtschaftslage aber nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet. Man erwarte jedoch, dass sich der Lieferrückstand im zweiten Halbjahr abbauen werde, teilte das Unternehmen mit. (awp/mc/pg)

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