Coltene: Reingewinn 2011 bricht um über ein Drittel ein

Coltene

Wattwil – Coltene hat im Geschäftsjahr 2011 deutlich weniger verdient, bedingt durch den starken Franken und eine Restrukturierung in Brasilien. Der Umsatz sank im Berichtsjahr um 4,9% auf 146,1 Mio CHF. In Lokalwährungen wurde hingegen ein Plus von 7,8% erreicht. Neben einem organischen Wachstum von 1,6% trug die Akquisition der brasilianischen Vigodent 6,2 Prozentpunkte dazu bei, wie der Wattwiler Hersteller von dentalen Verbrauchsmaterialen am Donnerstag mitteilte.

Der EBIT sank um 34% auf 12,3 Mio CHF, wechselkursbereinigt resultierte ein Rückgang um 16%. Die EBIT-Marge ging um 3,6 Prozentpunkte auf 8,4% zurück. Unter dem Strich resultierte ein um 36% tieferer Reingewinn von 6,0 Mio CHF.

Analystenerwartungen leicht übertroffen
Mit den ausgewiesenen Zahlen wurden die Prognosen der Analysten leicht übertroffen. Die Experten der ZKB haben mit einem Umsatz von 146,0 Mio, einem EBIT von 11,0 Mio und einem Reingewinn von 5,2 Mio CHF gerechnet. Die Bank Vontobel prognostizierte einen Umsatz von 147,5 Mio, einen EBIT von 11,9 Mio und einen Reingewinn von 5,9 Mio CHF. Der Verwaltungsrat beantragt die Auszahlung einer Ausschüttung von 1,10 CHF je Aktie aus den Kapitaleinlagereserven. Im Vorjahr wurden 1,75 CHF je Aktie in Form einer Dividende ausgeschüttet.

Ausblick vage
Für das laufende Geschäftsjahr 2012 bleibt Coltene relativ vage. Die schwächere Konjunktur und der starke Schweizer Franken würden die Nachfrage nach zahnmedizinischen Verbrauchsgütern voraussichtlich hemmen, heisst es im Communiqué. Während sich der Umsatz in den traditionellen Märkten und in den Schwellenländern dank Produkteinführungen und operativer Verbesserungen positiv entwickeln werde, erwarte Coltene in Absprache mit den Händlern Anpassungen der Lagerbestände in den gesättigten Märkten. (awp/mc/ps)

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