Comet erhöht Dividende und zieht Mittelfristziele vor

René Lenggenhager
René Lenggenhager, CEO Comet. (Foto: Comet)

Flamatt – Die Comet-Gruppe hat im vergangenen Jahr 2017 das Wachstum beschleunigt und das Ergebnis gesteigert. Alle Regionen und Segmente trugen zum Umsatzanstieg bei. Die Aktionäre sollen in den Genuss einer höheren Dividende kommen und für das laufende Jahr wird weiteres Wachstum erwartet.

Der Generalversammlung vom 26. April wird die Zahlung einer Dividende aus Kapitaleinlagereserven von 1,50 CHF pro Aktie vorgeschlagen, nach 1,20 CHF im Vorjahr. Dies entspricht einer Ausschüttung von 33% des Reingewinns, wie die Herstellerin von Röntgenmodulen und Vakuumkondensatoren am Donnerstag mitteilt.

Bereits Mitte Februar hatte Comet Eckwerte für 2017 publiziert und diese Zahlen nun bestätigt. Demnach verzeichnete die Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg um rund 32% auf 438,4 Mio CHF. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA stieg um knapp 40% auf 50,9 Mio CHF und die entsprechende Marge verbesserte sich auf 14,5% von zuvor 14,3%. Der Reingewinn schliesslich legte um rund 30% auf den Rekordwert von 35,5 Mio CHF zu.

PCT mit starker Nachfrage aus dem Halbleitermarkt
Plasma Control Technologies (PCT) erzielte das fünfte Rekordjahr in Folge, schreibt Comet weiter. Der Umsatz stieg um 53% auf 210,5 Mio CHF. Das Segment habe überproportional vom Ausbau der Produktionskapazitäten im Halbleitermarkt profitieren und sein Geschäft mit Schlüsselkunden in den USA ausgebaut. In Asien, wo der chinesische Markt durch den Aufbau lokaler Produktionskapazitäten markant an Bedeutung gewinne, stieg der Umsatz um 32%. Das Wachstum habe, verbunden mit Kosteneinsparungen in der Supply Chain, zu einer starken Verbesserung der Profitabilität geführt. Der operative Gewinn (EBITDA) stieg um 80% auf 55,7 Mio und die Marge entsprechend deutlich auf 26,5% (VJ 22,5%). Dies trotz Investitionen in neue Produkte und die Produktionsinfrastruktur in Shanghai und San José.

X-Ray Systems (IXS) verzeichnete ein Umsatzwachstum um 13% auf 137,3 Mio. Hier sei daran gearbeitet worden das Produktportfolio zu erneuern, Komplexität zu reduzieren und so eine wichtige Voraussetzung für künftiges profitables Wachstum zu schaffen, heisst es weiter. Durch die Investitionen in neue Modelle und die verstärkte Marktbearbeitung sank die EBITDA-Marge auf 6,1% (VJ 9,4%).

Bei Industrial X-Ray Modules (IXM) stieg der Umsatz um 13% auf 78,8 Mio. Hier wurde ein neuer IoT-fähiger Röntgengenerator lanciert. Durch das Wachstum und Produktivitätsverbesserungen wuchs der EBITDA um 9% auf 18,0 Mio. Währungseinflüsse und der Wechsel der Vorsorgepläne in der Schweiz hätten aber einen negativen Effekt gehabt. Auch hier sank die die EBITDA-Marge entsprechend auf 22,8% (VJ 23,7%).

Das im Aufbau befindliche Segment ebeam Technologies (EBT) erzielte eine Umsatzsteigerung um 75% auf 29,5 Mio. Investitionen, die Überarbeitung des Produktportfolios und hohe Kosten im Systemgeschäft hätten hier jedoch das Ergebnis belastet und zu einem Verlust auf Stufe EBITDA von 16,5 Mio (VJ -9,1 Mio) geführt. Comet will das Segment durch die Entwicklung neuer Anwendungen weiterentwickeln und investiert in die Projekte mit Partnern. Die Technik kommt etwa bei der Trocknung von Druckfarben, der Inaktivierung von Trockennahrung oder der Sterilisierung von Getränkeverpackungen zum Einsatz. Bei Tetra Pak komme es durch die neu verfolgte Integration in die Produktionsanlagen zur Verschiebung von Umsätzen.

2018 Umsatz von bis zu 490 Mio Franken erwartet
Im laufenden Jahr peilt die Gesellschaft erneut deutliches Wachstum an. Der Umsatz soll auf 460 bis 490 Mio CHF steigen. Bei der Rendite auf das investierte Kapital (ROCE) wird ein Wert zwischen 17% und 20% erwartet. Daraus ergebe sich für 2018 eine EBITDA-Marge zwischen 14% und 16%, schreibt Comet. Man sei überzeugt, dass das ursprünglich für 2020 gesteckte Ziel eines Umsatzes von 500 Mio und einer EBITDA-Marge von 16% bis 18% bereits 2019 erreicht werde, heisst es weiter.

Mit den Investitionen in den Marktzugang, innovative Lösungen, neue Produkte und Anwendungen sowie Kapazitäten seien die Weichen für zukünftiges Wachstum gestellt, heisst es weiter. Comet will zudem die Softwarekompetenz steigern sowie die Test- und Entwicklungsinfrastruktur ausbauen. Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Produktionskapazitäten in Flamatt würden nach Plan verlaufen und der Bezug wird im Spätsommer 2018 erwartet. (awp/mc/pg)

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